München Auf dem Weg in das ersehnte Champions-League-Finale müssen die Triple-Jäger des FC Bayern jetzt noch eine große Hürde überwinden. Beim Einzug in das elfte Halbfinale in Europas Fußball-Königsklasse reichte den Münchnern am Mittwoch im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Sevilla ein hart erarbeitetes 0:0. Eine Woche nach dem 2:1 in Spanien tat sich das Starensemble von Trainer Jupp Heynckes vor 70 000 Zuschauern in der heimischen Arena unerwartet schwer gegen den mehrmaligen Europa-League-Sieger.

Beim Lattenkopfball von Joaquin Correa in der 59. Minuten erlebten die Bayern eine Schrecksekunde, insgesamt fehlte den Andalusiern aber die Offensivkraft gegen routinierte Münchner. Correa sah in der Nachspielzeit nach einem groben Foul gegen Javi Martínez die Rote Karte. Den letzten Gegner auf dem Weg ins Endspiel am 26. Mai in Kiew erfahren die Bayern an diesem Freitag bei der Auslosung in Nyon.

„Sevilla ist eine gute Mannschaft, wir haben lange im Mittelfeld keinen Zugriff bekommen“, sagte Arjen Robben: „Aber wir haben zu null gespielt, das war wichtig.“

Die Gastgeber begannen dominant und zielstrebig. In der dritten Minute flog ein Freistoß von James Rodríguez nur knapp über das Tor, dann zog Robben von rechts in die Mitte, verfehlte sein Ziel jedoch ebenfalls (5.). Nach einem Kopfball von Robert Lewandowski musste Sevilla-Keeper David Soria erstmals ernsthaft eingreifen.

Auf der anderen Seite hatte Pablo Sarabia die erste Gelegenheit für Sevilla. Er verzog aus aussichtsreicher Position jedoch deutlich. Die Gäste beruhigten das Spiel ein wenig und bremsten den Angriffselan der Bayern.

Es dauerte bis zur 34. Minute ehe der FCB wieder Fahrt aufnahm: Innenverteidiger Mats Hummels schoss nur ganz knapp über das Tor. Wenig später setzte Robben am Strafraum Franck Ribéry schön in Szene, doch der Franzose scheiterte mit der bisher besten Chance der Partie an Soria (38.). Sevilla spielte gefällig mit, doch den Spaniern fehlte in der Offensive weiter die Durchschlagskraft.

Das änderte sich auch anfangs des zweiten Durchgangs nicht. Die Bayern übernahmen die Kontrolle und wurden durch Lewandowski gefährlich. Der Kopfball des Polen nach schöner Rafinha-Flanke landete aus kürzester Distanz jedoch nur am Außennetz.

Ein Bayern-Tor schien nur eine Frage der Zeit, doch plötzlich hätte Sevillas Correa fast das 0:1 erzielt. Bayern-Schlussmann Sven Ulreich wäre beim Lattenkopfball des Offensivmanns nach einem Freistoß aus dem Halbfeld wohl chancenlos gewesen. Gäste-Coach Vincenzo Montella erhöhte 20 Minuten vor dem Ende das Risiko und brachte in Sandro Ramírez einen zusätzlichen Stürmer – vergeblich.

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