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Rio De Janeiro Frankreichs B-Elf hat mit lauem Sommer-Fußball den WM-Achtelfinaleinzug perfekt gemacht und Ecuador als einzigem südamerikanischem Team den Sprung in die K.o.-Runde verwehrt. Beim mauen 0:0 am Mittwochabend zeigte die Auswahl von Didier Deschamps kein erneutes Offensivspektakel und konnte ihre Vorrunde nicht wie beim WM-Titel 1998 mit dem dritten Sieg krönen. In der Runde der besten 16 erwartet die Équipe tricolore gegen Nigeria eine lösbare Aufgabe. „Wir haben es heute an Effizienz fehlen lassen. Aber das Wichtigste ist, dass wir im Achtelfinale stehen“, kommentierte Deschamps die Nullnummer.

In einer enttäuschenden und hart geführten Partie sah Ecuadors Antonio Valencia vor 73 739 Zuschauern im legendären Estádio do Maracanã von Rio de Janeiro die Rote Karte wegen groben Foulspiels (50. Minute). Vor „La Tri“ waren in Gastgeber Brasilien, Argentinien, Chile, Kolumbien und Uruguay alle weiteren Starter aus Südamerika weitergekommen.

Schon wenige Minuten nach der Partie blickte Deschamps voraus: „Jetzt haben wir fünf Tage Zeit, um uns auf das Achtelfinale gegen Nigeria vorzubereiten. Die stehen nicht umsonst da.“ Wie sein Coach brachte auch Angreifer Karim Benzema seinen Respekt vor dem Afrikameister zum Ausdruck: „Es gibt keine leichten Gegner mehr, das haben wir heute abend gesehen.“

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Obwohl der Achtelfinaleinzug vor der Partie zumindest rechnerisch noch nicht perfekt war, schien sich Didier Deschamps seiner Sache sicher zu sein. Gleich auf sechs Positionen veränderte Frankreichs Trainer die Startelf. Verteidiger Bacary Sagna, Laurent Koscielny, Lucas Digne sowie Morgan Schneiderlin, Paul Pogba und Antoine Griezmann ins Team. Olivier Giroud saß zunächst nur auf der Bank. Für ihn rückte Benzema, der zuvor an fünf der acht französischen Treffer beteiligt gewesen war, vom Flügel in die Sturmzentrale.

Wie schon bei den famosen Erfolgen über Honduras (3:0) und die Schweiz (5:2) übernahmen „Les Bleus“ von Beginn an die Regie, ließen aber zunächst die zuletzt beeindruckende Passgenauigkeit und Zielstrebigkeit vermissen. Nicht zuletzt deshalb wurde die Partie der guten Stimmung auf den Rängen im legendären Maracana lange nicht gerecht. Lediglich bei einer Direktabnahme von Moussa Sissoko (15.) schien Frankreich einem Treffer nahe. Zudem wirkte die neu formierte Abwehr nicht immer ganz sicher.

Das ermutigte Ecuador zu Kontern. Doch Michael Arroyo (33.) schloss die erste nennenswerte Chance für sein Team zu unüberlegt ab. Fünf Minuten später prüfte Frankreichs Mittelfeldspieler Paul Pogba den gegnerischen Torhüter Alexander Dominguez mit einem platzierten Kopfball. Höhepunkte blieben dennoch Mangelware. Die bisher schlechteste Turnierleistung beider Teams quittierte das Publikum zur Halbzeit mit Buhrufen.

Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff schien das Warten der Fans auf den ersten Treffer ein Ende zu haben. Nach Flanke von Sagna schloss Griezmann direkt ab, fand aber seinen Meister in Dominguez. Doch selbst nach dem Platzverweis für Valencia wegen eines Foulspiels an Lucas Digne tat sich der Weltmeister von 1998 weiter schwer. Zwar erspielte er sich in Überzahl noch die ein oder andere Chance, blieb aber zum ersten Mal im bisherigen Turnierverlauf ohne Torerfolg.

Ecuador drängte in der Schlussviertelstunde immer mehr auf den Sieg, der eingewechselte Alex Ibarra (81.) scheiterte aber an Frankreichs Keeper Hugo Lloris.

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