DüSSELDORF Federgewichts-Weltmeisterin Ina Menzer hat ihre Box-Titel der Weltverbände WBC und WIBF verteidigt. Die 28-jährige Mönchengladbacherin bezwang ihre niederländische Herausforderin Esther Schouten am Sonnabend vor 4000 Zuschauern im Burg-Wächter-Castello in Düsseldorf nach zehn hochklassigen Runden einstimmig nach Punkten und blieb damit auch im 23. Kampf unbesiegt.

„Esther war eine sehr gute Herausforderin. Ich bin sehr froh, dass ich den Kampf gewonnen habe“, sagte die Weltmeisterin, die das temporeiche Duell über weite Strecken dominiert hatte. „Ina hat taktisch sehr klug geboxt. Das Urteil geht deshalb in Ordnung“, meinte auch Dirk Dzemski, der Schouten seit 2007 in Magdeburg trainiert.

Schouten blieb bis zum Schluss gefährlich. In der achten Runde erwischte sie Menzer mit einer harten Rechten. „Von dieser Rechten wären andere k.o. gegangen. Gott sei Dank kann Ina etwas einstecken“, meinte Klaus-Peter Kohl, Chef des Boxstalls Universum: „Ich bin sehr stolz auf sie.“ Für Menzer war es die zwölfte Titelverteidigung.

Vor den Augen von Fußball-Torwart Manuel Neuer (Schalke 04) und Fliegengewichts-Weltmeisterin Susi Kentikian kassierte die Niederländerin im 28. Kampf die fünfte Niederlage. Die 31-Jährige war schon einmal Weltmeisterin, ehe sie vor rund zwei Jahren wegen einer Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung ihre Karriere unterbrechen musste. „Wir kämpfen weiter. Esther hat den Willen, noch einmal Weltmeisterin zu werden“, sagte Dzemski.

Eine überraschende Niederlage musste derweil der Wahl-Hamburger Alexander Alexejew hinnehmen. Der zuvor in 16 Profikämpfen unbesiegte Russe verlor im Duell um den WBO-Interimstitel im Cruisergewicht gegen den Argentinier Victor Emilio Ramirez durch technischen K.o.

Trainer Fritz Sdunek hatte seinen schwer angeschlagenen Schützling nach der neunten Runde aus dem Ring genommen. „Eine solche Erfahrung kann lehrreich sein. Die meisten meiner Schützlinge sind nach derartigen Rückschlägen erfolgreich zurückgekehrt“, sagte Sdunek.

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