Mönchengladbach /Wolfsburg Die Hängepartie um den wohl sicheren Wechsel von Nationalstürmer Max Kruse zum VfL Wolfsburg soll rasch ein Ende haben. „In der nächsten Woche wird es einen reinen Tisch geben“, sagte Borussia Mönchengladbachs Manager Max Eberl am Donnerstag. Vor dem Fußball-Bundesligaduell am Samstag zwischen dem Tabellenzweiten und dem -dritten Bayer Leverkusen beschränkte er sich nur darauf, seinen Noch-Spieler zu loben: „Max macht es hervorragend, ihm nichts vorzuwerfen.“

In Medienberichten wurde der Wechsel von Kruse nach Wolfsburg schon als perfekt gemeldet. Laut „bild.de“ und „Wolfsburger Nachrichten“ soll er einen Vertrag bis 2019 unterschrieben haben. „Max hat sich für die sportlich beste Perspektive entschieden. Mehr kann ich jetzt noch nicht dazu sagen“, zitiert „bild.de“ den Kruse-Berater Tobias Sander.

Im Kontrakt zwischen dem 27 Jahre alten Stürmer und seinem bisherigen Club am Niederrhein ist eine Ausstiegsklausel enthalten. Sie soll Mönchengladbach bei einem vorzeitigen Wechsel eine festgeschriebene Ablösesumme von geschätzten zwölf Millionen Euro garantieren.

Kruse selbst möchte so schnell wie möglich Klarheit schaffen. „Dass eine Entscheidung - Verbleib in Gladbach oder ein Wechsel nach Wolfsburg - zeitnah fallen muss, hängt auch damit zusammen, dass der Rummel um meine Person zu groß geworden ist“, erklärte er in einem Interview des „Kicker“ (Donnerstag). Die Frage nach seiner Zukunft sei zu sehr „in den Fokus gerückt“ und überlagere die Tatsache, dass Gladbach die Saison als Dritter abschließen könne.

Wichtig sei ihm bei der Entscheidung, die Perspektive Champions League spielen zu können. „Nachdem ich die WM verpasst habe, möchte ich 2016 bei der Europameisterschaft dabei sein“, sagte Kruse. „Champions League zu spielen ist dabei der nächste Schritt meiner Entwicklung.“ Allerdings verhehlt er nicht, dass auch der finanzielle Aspekt wichtig ist. „Es wäre Quatsch zu behaupten, dass Geld völlig unwichtig ist. Es gibt aber beileibe nicht nur Geld als Argument.“

Dass sein angeblich getrübtes Verhältnis zu Gladbach-Trainer Lucien Favre ein Grund für seinen möglichen Weggang ist, kommentiert Kruse zurückhaltend. „Ich glaube nicht, dass alle beteiligten immer in einer Art inniger Liebesbeziehung zusammenarbeiten müssen“, meinte er. Es gehe darum, dass man sich gegenseitig respektiere und gut miteinander umgeht. „Das tun wir, da gibt es keine Probleme zwischen uns“, versicherte Kruse.

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