DELMENHORST „Ich bin neu in der AG und habe hier schon viele gute Freundinnen gefunden“, erzählt Mansha. Die Elfjährige ist eines von rund 20 Mädchen, die immer mittwochs an der Mädchenfußball-Arbeitsgemeinschaft in der Parkschule teilnehmen.

Torjagd am Nachmittag

In dieser Woche machen die Grundschülerinnen eine Ausnahme und gehen schon am Montagnachmittag auf Torjagd. Denn: Innenminister Uwe Schünemann (CDU) ist zu Besuch an der Stedinger Straße und gibt den Startschuss zu dem Projekt „Soziale Integration von Mädchen mit Migrationshintergrund durch Fußball“. Ein etwas sperriger Name, doch hinter dem Vorhaben von Innenministerium, Niedersächsischem Fußballverband und Universität Osnabrück verbirgt sich eine gute Sache.

„Mit Sport kann Integration besonders gut gelingen“, sagt Schulleiter Hartmut Seedorf. Bisher hatte die Parkschule, in der Integration zum Tagesgeschäft gehört, auf Musik gesetzt. Seit September wird das sportliche Konzept mit dem TuS Hasbergen erfolgreich realisiert.

„Die Parkschule und der TuS Hasbergen sind für unkonventionelle und neue Projekte bekannt“, meint Oberbürgermeister Patrick de La Lanne und freut sich, dass Delmenhorst einer von acht Standorten in Niedersachsen ist, an denen das Projekt gefördert wird. Im Februar, kündigt er an, werde im Übrigen ein ähnliches Vorhaben mit dem Namen „Mädchen am Ball“ starten. Hier arbeiten der TV Jahn, die Astrid-Lindgren-Grundschule und die Kommunale Leitstelle für Integration zusammen.

„Man sieht, dass die Leute hier mit Herzblut bei der Sache sind“, findet Innenminister Schünemann und stellt gleich darauf seine Torwartqualitäten unter Beweis. „Mit rechts hat er scharf geschossen“, analysiert Otto Baumgarten, Jugendleiter im TuS Hasbergen. Beweglich sei der Minister auch, fügt Baumgarten hinzu und sagt augenzwinkernd: „Aber den einen oder anderen Ball hat er wohl absichtlich durchgelassen.“

Viel Spaß an der AG

Baumgarten und BBS-Schülerin Jenny Galbrecht leiten die Mädchenfußball-AG. „Ich habe sofort gesagt, ich mache mit“, erzählt die 18-Jährige, die im DTB aktiv kickt, und ergänzt: „Es macht sehr viel Spaß.“ Warum? Das weiß Janina besser: „Weil ich hier mit Freunden spielen kann“, sagt die Zehnjährige. Das ist gelebte Integration.

www.fussball-ohne-abseits.de

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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