LONDON Olympische Eröffnungsfeiern – sie stehen für die ganz großen Bilder, die noch Jahrzehnte nachwirken. Der kranke Muhammad Ali sorgte 1996 für einen solchen „magischem Moment“, als er in Atlanta das Feuer entzündete. Aborigine Cathy Freeman ließ weltweit die Gänsehaut sprießen, als sie vier Jahre später in Sydney das gleiche Amt erfüllte.

Eine Show der Superlative war auch die Eröffnungsfeier in London, die Regisseur Danny Boyle am späten Freitagabend für 27 Millionen Pfund ins Olympiastadion von Stratford zauberte – vor den Augen von rund vier Milliarden Fernsehzuschauern in aller Welt, mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung.

Boyle und die versammelte britische Prominenz gaben mit vereinten Kräften alles, um das Königreich von seiner allerbesten Seite zu zeigen – von den Anfängen als Agrarland mit Kühen und Enten über die industrielle Revolution bis zum Medien- und Internetzeitalter. „Es sind unsere Inseln, die wir hier zeigen“, sagte Boyle und appellierte an den Nationalstolz der Briten.

Sogar das staatliche Gesundheitssystem NHS wurde in einem eigenen Abschnitt thematisiert – keineswegs unumstritten. „Ich bin Brite, ich halte das nicht für exzentrisch“, sagte Boyle. Boyles Idee war es auch, 15 000 Freiwillige in die Show zu holen, darunter viele Kinder. „Das war nicht leicht, alles geheim zu halten. Erzählen Sie mal einem Achtjährigen etwas von Geheimhaltung.“ Der Super-Show von Peking 2008 wollte er mit seiner Darbietung aber keine Konkurrenz machen. „Die Shows sind immer größer und größer geworden – man kann aber nicht größer sein als Peking“, sagte Boyle. „Deswegen haben wir versucht, etwas eigenes zu machen.“

In Großbritannien bedeutet das „eigene“ auch immer einen Auflauf von Promis. Fußballer David Beckham, Ex-Beatle Paul McCartney und Musiker Mike Oldfield waren dabei. Mehr als 100 Staatsoberhäupter nahmen auf der Ehrentribüne Platz – darunter US-First-Lady Michelle Obama, Bundespräsident Joachim Gauck und der US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney.

Einer der Hauptdarsteller der Party in ihrem Königreich war Queen Elizabeth II. An ihrer Seite Prinzgemahl Philip und die glamourösen Trümpfe des Königshauses: Herzogin Kate, Prinz William und Prinz Harry. Royals, Promis und Politikern war kein Weg zu weit, um nach London zu kommen.

Um die Werbetrommel für ihr Land zu rühren, beteiligten sich weitere berühmte Briten. Lord Voldemort aus den „Harry Potter“-Büchern zum Beispiel, Kapitän Hook aus „Peter Pan“ und das fliegende Kindermädchen Mary Poppins. Für die musikalische Untermalung sorgten unter anderem die Happy Mondays, die Rolling Stones, Blur und Tinie Tempah.

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