ROM ROM/SID/DPA - Der Chef der italienischen Fußball-Liga, Adriano Galliani, ist im Zuge des Manipulationsskandals zurückgetreten. Galliani zog damit nach fünfjähriger Amtszeit die Konsequenzen aus der Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen seine Person wegen seiner Rolle in der Bestechungs- und Manipulationsaffäre durch Verbandsrichter Stefano Palazzi. Ob Galliani weiterhin Vizepräsident des Ex-Europapokalsiegers AC Mailand bleibt, ist noch unklar.

Wenige Stunden vor Gallianis Rücktritt hatte Palazzi am Donnerstag die Eröffnung von Verfahren gegen Juventus Turin, Milan, Lazio Rom und AC Florenz sowie gegen 30 Einzelpersonen bekanntgegeben. Dass der Liga-Chef zu dem Personen-Kreis gehört, gegen den ermittelt wird, war bis zu Gallianis Demission nicht bekannt gewesen. Dieser wird beschuldigt, 2001 mit Hilfe des Ex-Juve-Sportdirektors Luciano Moggi und mehreren gekauften Stimmen die Wahl zum Liga-Chef für sich entschieden zu haben.

Darüber hinaus müssen sich Milans Leonardo Meani, der zurückgetretene Juve-Geschäftsführer Antonio Giraudo, Florenz-Chef Diego Della Valle und dessen Bruder Andrea sowie der Chef von Lazio Rom, Claudio Lotito, veranworten. Vor Gericht landen auch der Ex-Verbandschef Franco Carraro sowie die Ex-Schiedsrichter-Koordinatoren Paolo Bergamo und Pierluigi Pairetto. Ein Prozess steht außerdem dem Ex-Präsidenten des Schiedsrichterverbands AIA, Tullio Lanese, sowie acht Schiedsrichtern bevor. Zu ihnen zählt auch Referee Massimo De Santis, der wegen seiner Verwicklung in den Skandal nicht für die WM in Deutschland nominiert wurde.

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