Mönchengladbach /München Wenige Tage vor dem Finale in der Champions League sagt Jupp Heynckes an diesem Wochenende der Fußball-Bundesliga Lebewohl. „Das ist wie ein Drehbuch von Steven Spielberg“, erklärte der Trainer des neuen Meisters Bayern München zu seinem letzten Ligaspiel an diesem Sonnabend (15.30 Uhr).

Nämlich ausgerechnet in Mönchengladbach, wo alles begann, endet eine der größten deutschen Trainer-Karrieren. Zumindest geht sie in der Bundesliga zu Ende, denn die Endspiele in der europäischen Königsklasse in London gegen Borussia Dortmund (25. Mai) und im DFB-Pokal in Berlin gegen den VfB Stuttgart (1. Juni) stehen noch aus.

Die Dramaturgie des Liga-Abschieds sei schon besonders, betonte Heynckes. Schließlich trete sein Team dort an, „wo ich angefangen habe – mit 19 Jahren als Profi und später auch als Trainer. So schließt sich der Kreis.“

Zum 1011. Mal ist der 68-Jährige an diesem Sonnabend in der Bundesliga dabei: 369-mal als Spieler (für Borussia Mönchengladbach und Hannover 96), bislang 641-mal als Trainer (für Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt, Schalke 04, Bayer Leverkusen und Bayern München). Nur der inzwischen im Ruhestand lebende Otto Rehhagel (74) hat mehr Bundesliga-Einsätze (201 als Spieler + 836 als Trainer = 1037) vorzuweisen.

„Die Geschichte ist schön und auch ein bisschen sentimental“, befand Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer und würdigte den scheidenden Coach. „Er hat etwas geschafft, was nicht so vielen gelingt: Er war ein großer Spieler und ein großer Trainer.“

Heynckes‘ Nachfolge tritt der Spanier Josep Guardiola an. Ein weiteres Engagement in der Bundesliga hat Heynckes ausgeschlossen, zu einer möglichen Fortsetzung der Trainerkarriere im Ausland hat er sich bislang nicht so klar geäußert. Das Wahrscheinlichste ist aber, dass er an den Niederrhein zurückkehrt und in Schwalmtal seinen Bauernhof bezieht.

Beim Champions-League-Finalgegner Dortmund bestreitet womöglich der vom FC Bayern umworbene Robert Lewandowski an diesem Sonnabend gegen 1899 Hoffenheim sein letztes Bundesligaspiel im Trikot des BVB. Allerdings scheinen die Chancen auf einen Verbleib des polnischen Angreifers gestiegen zu sein. Schließlich hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verkündet, den vertraglich bis 2014 gebundenen Lewandowski nur bei einem bis zum 15. Mai eingegangenen „werthaltigen Angebot“ eventuell ziehen zu lassen. Noch immer liegt dem BVB keine offizielle Anfrage eines anderen Clubs vor.

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