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Missbrauch durch Priester in Bayern
Emeritierter Papst Benedikt XVI. räumt Falschaussage bei Missbrauchsgutachten ein

MüNCHEN Ausgelassen tanzten die Dortmunder Meisterjungs über den Rasen, ungläubig schlichen die Bayern vom Platz – alles wie vor neun Monaten. Und dennoch hatte der Borussen-Jubel über den 1:0-Sieg in der Fußball-Bundesliga dank Jungstar Mario Götze nur äußerlich viel gemein mit dem demütigenden 3:1-Triumph des BVB in München am 24. Spieltag der Vorsaison.

„Klar, diese Niederlage schmerzt“, stöhnte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge: „Aber vor ein paar Monaten war es eine Lektion, dies war eine unglückliche Niederlage.“ Auch Arjen Robben, dessen überraschendes Comeback in der Bayern-Startelf wie alle Offensivversuche des Teams verpuffte, sah „keinen Grund zur Panik“.

Der BVB zerlegte die Bayern diesmal nicht wieder spielerisch. Er zermürbte sie mit einer Hingabe, die Jürgen Klopp überwältigte. Von einem „Riesenentwicklungsschritt meiner Mannschaft“ schwärmte der Meistertrainer: „Es war kein Hurra-Fußball. Aber das war gut, richtig harte Arbeit.“

Schwarz-gelbe Kampfansagen blieben allerdings aus. „Wir sind mit unserer Bescheidenheit in der letzten Saison gut gefahren“, betonte Vereinspräsident Reinhard Rauball.

Der BVB investierte viel mehr als Bayern, das Abwehrnetz hielt dicht von vorne bis hinten zu Torwart Roman Weidenfeller, der den Sieg am Ende sicherte. „Gegen uns ist es nicht so einfach wie gegen andere Mannschaften“, stichelte Nationalspieler Mats Hummels – nach fünf Gala-Heimsiegen mit 23:0 Toren erlebten die Bayern eine harte Bauchlandung.

„Alle die, die gemeint haben, die Meisterschaft ist Weihnachten entschieden, können sich auf eine spannende Saison freuen“, erklärte Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger mit süß-saurer Miene. „Wir waren zu brav, wir haben kein Tempo gespielt“, rügte Bayern-Coach Jupp Heynckes.

Der BVB war wacher, heißer, zupackender – so wie der von den Bayern umworbene Götze in der 65. Minute. „Es war sehr dubios. Aus dem Getümmel heraus ist der Ball glücklicherweise zu mir gefallen“, schilderte der 19-Jährige.

„Mario Götze hat das ohne Frage klasse gemacht“, kommentierte Rummenigge. Die Münchner Begehrlichkeiten nach dem Supertalent wird das Tor noch gesteigert haben, auch wenn Rummenigge bremste – fürs erste: „Wir sollten jetzt diese Dinge zu den Akten legen, weil sie keine Aktualität wiedergeben.“

Dagegen intensivierte Rummenigge das Werben um Marco Reus von Borussia Mönchengladbach. „Er könnte uns auf Dauer noch mehr Qualität geben“, sagte Rummenigge. Man könne die Karriere des 22-Jährigen, der Gladbach im Sommer für 17 Millionen Euro verlassen kann, „in die richtige Richtung lenken“.

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