Jeddeloh Für Ansgar Schnabel war die Situation schnell klar. „Wenn jemand diese Aufgabe für ein paar Wochen übernehmen soll, dann bin ich das“, sagt der Sportliche Leiter des SSV Jeddeloh. Denn wie schon im Vorjahr ist es Schnabel, der die Geschicke der Regionalliga-Fußballer als Interimscoach bis zur Winterpause leiten soll, nachdem die Ammerländer noch am Sonntagabend die Trennung vom Trainerduo Jouke Faber und Olaf Blancke bekannt gegeben hatten.

Jeddeloher Trainer

Aufstiegscoach Key Riebau beendete die erste Saison 2017/2018 in der vierthöchsten Spielklasse mit dem SSV auf Rang sieben. Nach 17 Spielen in der zweiten Saison musste er gehen. In 51 Partien sammelte Riebau 70 Punkte (1,37 pro Partie im Durchschnitt).

Auf Riebau folgte als Interimslösung Ansgar Schnabel. In vier Partien sammelte er neun Punkte (2,25 im Schnitt) und übergab das Team an Alo Weusthof.

Der Fußball-Lehrer aus dem Emsland absolvierte mit dem Team im Jahr 2019 die restlichen 13 Partien. 13 Punkte aus zwölf Spielen (1,08 im Schnitt) waren seine Ausbeute, ehe sich Verein und Trainer trennten.

Den bisher niedrigsten Punkteschnitt weist Jouke Faber auf, der das Team seit Saisonbeginn trainierte und am Sonntag gehen musste. 15 Punkte aus 19 Partien bedeuten nur 0,79 Zähler im Durchschnitt.

Ein Jahr und eine Woche ist es her, seit Schnabel in der Vorsaison – damals nach der Trennung von Key Riebau – für vier Partien das Team betreute. Und seine Bilanz kann sich sehen lassen. Neun von möglichen zwölf Punkten holte der ehemalige Torjäger als Coach. „Auf uns warten jetzt drei ganz wichtige Spiele. Der Misserfolg war zuletzt nicht mehr zu übersehen, es gab keine Statistik, die für uns gesprochen hat. Jetzt ist es wichtig, dem Team noch einmal neue Impulse zu geben“, sagt der neue Coach, der mit den erfahrenen Kevin Samide und Peer-Bent Wegener zwei spielende Co-Trainer an die Seite gestellt bekommt.

Erstmals kommt das Team an diesem Dienstag zum Training zusammen. Das eigentlich angesetzte Testspiel gegen den FC Groningen entfällt. „Dieses Testspiel passt in unserer Situation nicht in den Plan. Die letzten Körner brauchen wir für die letzten drei Spiele bis zur Winterpause“, gibt Schnabel vor. Er verspricht im Bezug auf Taktik und Ausrichtung viele Änderungen. „Und dafür wollen wir ab Dienstag im Training sofort in die Vollen gehen. Dabei nehmen wir jeden Spieler in die Verantwortung“, betont Schnabel, der zudem in dieser Woche viele Gespräche mit den Spielern führen möchte.

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Das Team sei von der Entscheidung, Faber und Blancke von ihren Aufgaben zu entbinden, nicht überrascht gewesen, sagt Schnabel. „Auch die Jungs haben den Ernst der Lage erkannt. Man kann ihnen das Engagement nicht absprechen. Die Entscheidung haben wir schlussendlich nicht an dem Hannover-Spiel fest gemacht, die Entwicklung ging nicht in die richtige Richtung“, sagt der neue Coach.

Egal, wie die drei Partien bis Weihnachten ausgehen, für Schnabel endet die Trainertätigkeit zum Jahreswechsel. „Ich habe keine A-Lizenz und werde es auch zeitlich nicht schaffen, dieses Amt mit meinem Beruf unter einen Hut zu bekommen“, sagt der 35-Jährige, der für eine Immobiliengesellschaft tätig ist. Wer das Team im neuen Jahr betreuen soll, ist noch offen.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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