Jeddeloh Zwischen der 29. und der 33. Spielminute wären Key Riebau und sein Trainerteam am Samstagnachmittag am liebsten ganz tief in ihren Stühlen am Spielfeldrand der Jeddeloher 53acht-Arena versunken. Gerade hatte ihr Team durch Francky Sembolo, Miguel Coimbra Fernandes und Michael Wessel in genau vier Minuten drei Gegentreffer kassiert und war damit gegen den BSV Rehden auf die Verliererstraße geraten.

Am Ende blieb dem SSV Jeddeloh nichts anderes übrig, als den Gästen zu einem verdienten 2:3 (1:3)-Auswärtssieg und drei wichtigen Punkten im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga zu gratulieren.

Fünftes Pflichtspiel in 14 Tagen

„Wir sind heute auf einen Gegner getroffen, der uns in Sachen Leidenschaft, Einsatz und Willen sehr viel vorgelebt hat“, lobte Riebau das Gästeteam. Seiner Mannschaft hingegen war ein wenig anzumerken, dass sie gerade ihr fünftes Pflichtspiel in 14 Tagen absolviert. „Keine Intensität und ohne Willen“, beschrieb Riebau den Auftritt seines Teams in der ersten Hälfte.

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Ganz anders legten die Gäste aus dem Landkreis Diepholz los. Rehden störte früh und zwang die Defensive der Ammerländer so zu unnötigen Fehlern. Und genau diese Fehler waren es, die den frühen K.o.-Schlag ermöglichten. Sembolo (29.), Fernandes (30.) und Wessel (33.) trafen unter Mithilfe der Jeddeloher Defensive innerhalb kürzester Zeit zum 3:0 für die Gäste. „Alle drei Gegentore fallen, weil wir uns Unkonzentriertheiten erlauben“, haderte Riebau.

Jeddeloher warfen alles nach vorn

Aufgegeben hatten sich die Jeddeloher aber nicht. Nach einem Fehler von BSV-Torhüter Milos Mandic und seinen Vorderleuten umkurvte Jeddelohs Stürmer Nils Laabs den Torwart und spielte in die Mitte, wo Kevin Samide in der 39. Minute auf 1:3 verkürzen konnte.

Auch im zweiten Durchgang glaubten die Ammerländer noch an ihre Chance. Vor allem als Laabs in der 74. Minute seinen 13. Saisontreffer markierte, ging noch einmal ein Ruck durch das Team. Die Jeddeloher warfen alles nach vorne, der Ausgleich sollte jedoch nicht mehr fallen. „Wir haben unsere Chance auf zumindest einen Punkt noch einmal gesucht. Am Ende wäre ein Unentschieden aber nicht das gerechte Ergebnis gewesen“, gab Riebau zu.

Blick schon auf Landespokal-Halbfinale

Viel Zeit, um das Spiel vom Samstag aufzuarbeiten, haben die Jeddeloher nicht. Bereits am Mittwochabend steht für den SSV die nächste Nachholpartie beim FC Eintracht Norderstedt an. Riebau muss jedoch auch schon einen Schritt weiter denken. Am Sonntag machte er sich gemeinsam mit Ansgar Schnabel, dem sportlichen Leiter des SSV, auf den Weg nach Gifhorn, um dort Arminia Hannover zu beobachten. Der Oberligist ist am Ostersonntag der nächste Gegner der Ammerländer im Halbfinale des Landespokals. Sollten die Jeddeloher dort gewinnen, hätten sie bereits die Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokals sicher.

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Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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