Cardiff (dpa) - DFB-Präsident Reinhard Grindel hat nach dem frühen WM-Aus der deutschen U20-Nationalmannschaft bei den Vereinen für mehr Kooperation geworben.

"Es ist wichtig, dass im Dialog unserer sportlich Verantwortlichen mit den Vereinen erreicht wird, dass künftig für diese Turniere mehr Spieler abgestellt werden", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Cardiff.

Da die WM in Südkorea zeitgleich mit dem Saisonfinale der Bundesligen begonnen hatte, hatten einige Vereine ihre Spieler nicht für das Turnier abgestellt. "Das Abschneiden der U20, das grundsätzlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, würde ich in keiner Weise überbewerten, denn wir hatten erhebliche Probleme bei der Abstellung von Spielern", sagte Grindel der Deutschen Presse-Agentur.

Da der Wolfsburger Jannes Horn und Florian Neuhaus von 1860 München mit ihren Vereinen noch in der Relegation antreten mussten, hatte U20-Coach Guido Streichsbier in Südkorea sogar zwei Spieler weniger zur Verfügung. Die Mannschaft war mit einem 3:4 nach Verlängerung im Achtelfinale gegen Afrikameister Sambia ausgeschieden.

"Olympia hat gezeigt, dass dabei doch alle nur gewinnen können", sagte Grindel mit Blick auf die Silbermedaille der DFB-Auswahl in Rio de Janeiro. "Spieler wie beispielsweise Serge Gnabry sammeln wichtige Erfahrungen, die sie dann im Verein einbringen können. Ganz nebenbei werden die Spieler sicherlich auch ein bisschen wertvoller." Eine Abstellungspflicht auf Ebene der FIFA wolle er "ungern" diskutieren.

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