Glasgow Die leisen Worte von Neymar dürften der Konkurrenz von Paris Saint-Germain große Angst einjagen. „Wir lernen uns erst kennen, da fehlt einiges. Wir müssen uns besser einspielen“, sagte der für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro von Barcelona gewechselte Fußball-Superstar aus Brasilien. Kurz zuvor hatte PSG mühelos mit 5:0 (3:0) bei Celtic Glasgow gewonnen.

Zum Champions-League-Auftakt fügte der Gruppen-Gegner des deutschen Rekordmeisters Bayern München den Schotten die höchste Heimpleite seit 1895 zu – und erteilte ihnen in der ersten Hälfte eine Lehrstunde.

Der 466-Millionen-Euro-Sturm der Pariser ist, wie die französische Sporttageszeitung „L’Équipe“ feststellte, „sehr teuer, aber wirksam“. Edinson Cavani traf doppelt (41./Foulelfmeter/85.), Neymar (20.) und Kylian Mbappé (34.) je einmal. Vor 58 000 Zuschauern gab es im Celtic Park nach Flanke des nach 62 Minuten eingewechselten deutschen Weltmeisters Julian Draxler auch ein Eigentor von Mikael Lustig (83.).

„Mit solchen Kameraden zu spielen, ist doch sehr leicht. Man gibt ihnen den Ball und sie erledigen den Rest“, sagte der 22-jährige Adrien Rabiot über das effektive PSG-Sturmtrio, das nach dem 5:1 beim FC Metz erst zum zweiten Mal zusammen auf dem Feld stand. Das sei daher „erst der Anfang“, so der Mittelfeldmann. Trainer Unai Emery meinte: „Für die Moral ist ein solcher Sieg gut. Das Team wird aber noch viel besser werden“.

Frankreichs Medien sind aber schon jetzt mehr als zufrieden. „Mit dem MCN-Sturm kann Paris endlich groß träumen“, schrieb „L’Express“. „L’Équipe“ feiert die „kleinen Nimmersatts“ im Sturm. Einige sprachen von einem „Spaziergang“, andere von einer „Show“. „20Minutes“ sieht PSG schlicht als Fußball-„Ungeheuer“ und fragt: „Bilden Neymar, Mbappé und Cavani bereits den besten Sturm der Welt?“.

Nicht so glücklich dürfte bei PSG derweil Kevin Trapp sein. Der deutsche Nationaltorwart scheint nach einigen schlimmen Patzern in der Saisonvorbereitung endgültig auf die Bank verbannt worden zu sein. In Glasgow wurde Emery gefragt, ob Alphonse Areola jetzt die klare Nummer eins sei. „Ich bin mit Alphonse und mit Trapp zufrieden. Bei uns gibt’s keine Hierarchie.“

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