Leipzig /Salzburg RasenBallsport Leipzig hat nahezu unbemerkt einen spektakulären Transfer vollzogen. Der jüngst als Zugang bei Red Bull Salzburg präsentierte Belgier Massimo Bruno (20) hat bereits im Juni einen Fünfjahresvertrag bis 2019 beim deutschen Zweitliga-Aufsteiger unterschrieben und wurde umgehend an den Partnerclub in Österreich ausgeliehen. Das geht aus der neuen Transferliste der Deutschen Fußball Liga (DFL) hervor.

Die zunächst kolportierte Ablösesumme von neun Millionen Euro, die Brunos Ex-Verein RSC Anderlecht erhält, wurde allerdings dementiert. „Die Ablösesumme beläuft sich auf fünf Millionen plus die entsprechenden extrem erfolgsabhängigen Bonuszahlungen beim Erreichen der jeweiligen Ziele“, teilte Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick am Freitag mit.

Damit Bruno aber Champions League spielen kann, wurde er umgehend nach Salzburg verliehen. Mit dieser Option lockte der für Leipzig und Salzburg in Personalunion verantwortliche Sportdirektor Rangnick das Talent zu Red Bull. „Langfristig sieht Massimo Bruno seine Zukunft aber in der deutschen Bundesliga“, sagte der 56-Jährige.

Das Transfermodell „Leipzig kauft, Salzburg setzt ein“ sorgte schon vor einigen Wochen im Fall von Österreichs Jungstar Marcel Sabitzer von Rapid Wien für Aufregung. Den wollte Rangnick unbedingt für Salzburg verpflichten. Weil Sabitzer eine Ausstiegsklausel für einen Wechsel ins Ausland besaß, nahm er den Umweg über Leipzig.

Dass ein Zweitligist Talente an einen Champions-League-Teilnehmer verleiht, wäre anderswo undenkbar. In der Fußball-Welt des Getränke-Herstellers Red Bull heißt das „Synergien“ und „Karriereperspektiven“. Rangnick: „Wenn wir einen Spieler entdecken, dann geht es nur noch darum, dass ich entscheiden muss, ist es eher einer für Salzburg oder eher einer für Leipzig.“

Neben Leipzig und Salzburg gehören noch ein Profiteam in New York, eine Akademie nördlich von São Paulo und eine Ausbildungsmannschaft im Salzburger Stadtteil Liefering zum Fußball-Imperium von Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz. Der Austausch gehört dabei zum System. Das half im Winter, als sich Leipzigs Verteidiger Christian Müller am Knie verletzte. Rangnick hatte für diese Position keinen Transfer geplant, doch bereits am nächsten Tag konnte er einen Ersatz präsentieren: Georg Teigl, zuvor Ersatzspieler in Salzburg, schloss die Lücke.

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