München Die wertvollen Einsatzkräfte durften durchschnaufen. Das Schaulaufen zu weiteren Rekorden können bei den Meister-Bayern auch mal Hinterbänkler und Bundesliga-Frischlinge wie Emre Can oder Pierre Emit Hojbjerg erledigen.

Mit Franck Ribéry als Anführer einer von Trainer Jupp Heynckes radikal durchrotierten Reservistentruppe räumten die Münchner zwischen den großen Aufgaben in Champions League (FC Barcelona) und DFB-Pokal (VfL Wolfsburg) mal eben in der Fußball-Bundesliga den 1. FC Nürnberg im 186. Bayern-Franken-Derby mit 4:0 (3:0) weg.

Das Toreschießen beim 25. Sieg in dieser Saison (Ligarekord eingestellt) übernahmen vor 71 000 Zuschauern Jérome Boateng (5. Minute), Mario Gomez (17.), Rafinha (24.) und Xherdan Shaqiri (56.). Und für das 19. Zu-Null-Spiel der laufenden Saison (auch eingestellter Ligarekord) durfte Ersatztorwart Tom Starke sorgen, der einen Foulelfmeter von Timmy Simons mit dem Kopf abwehrte (47.).

Die Wehrlosigkeit der Nürnberger ermöglichte es Heynckes sogar, neben dem 19-jährigen Can in der Endphase auch noch den Dänen Pierre Emil Hojbjerg mit 17 Jahren und 251 Tagen zum jüngsten Bundesligaspieler des FC Bayern zu machen. „Die ersten zehn Minuten habe ich ein bisschen in die Hose gesch. . .“, gestand das „überragende Talent“ (Heynckes) nach dem „wunderbaren Erlebnis“ Bundesliga.

Bei Zusammenstößen gewalttätiger Fans mit der Polizei wurden derweil 16 Beamte verletzt. Das berichtete Münchens Polizeivizepräsident Robert Kopp am Sonntag. Nürnberger Ultras aus einer Gruppe von rund 400 Fans hätten die Polizisten an der U-Bahnstation beim Stadion mit Flaschen und Steinen beworfen und auf sie eingeschlagen.

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