Berlin/Hamburg (dpa) - Die erneute Ankündigung von Investor Klaus-Michael Kühne, seine Anteile am Hamburger SV verkaufen zu wollen, hat beim Fußball-Zweitligisten keine Unruhe ausgelöst.

"Wir sind in regelmäßigen und guten Gesprächen mit Herrn Kühne, und es gibt keine Absicht, sich zu trennen", sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann.

Kühne hatte in einem Interview in der "Welt am Sonntag" gesagt: "Ich muss mich jetzt selbst disziplinieren. Deshalb will ich meine Anteile loswerden." Einen Käufer habe der 81 Jahre alte Milliardär jedoch noch nicht gefunden. Schon vor Monaten hatte er verkündet, seine 20,57 Prozent an der HSV-AG zum Einstandspreis verkaufen zu wollen. Auch damals beklagte er, dass es keinen Kaufinteressenten gebe.

Erschwerend kommt hinzu, dass es sich bei den HSV-Wertpapieren um sogenannte vinkulierte Namensaktien handelt. Dadurch ist es enorm schwierig für einen Aktionär, diese auf einen anderen Aktionär zu übertragen. Dafür müsste die HSV-Aktiengesellschaft erst ihre Zustimmung geben.

Ob Kühne tatsächlich einen Verkauf anstrebt, ist zudem fraglich. An dem Verein "eine nicht unmaßgebliche Beteiligung zu besitzen, hat aber schon seinen Wert", hatte der Logistik-Unternehmer vor sieben Wochen in einem anderen Interview gesagt. "Insofern bin ich so unglücklich nun auch wieder nicht." Derzeit besitzt der in der Schweiz lebende Hamburger rund 60 Millionen Euro Anteile an dem mit rund 300 Millionen Euro bewerteten Verein.

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