AUGSBURG Zwei Monate nach dem Aus im Viertelfinale der Fußball-WM im eigenen Land starten die deutschen Fußballerinnen einen Neuanfang. Mit einem stark veränderten Kader, in dem neben der zurückgetretenen Ausnahmespielerin Birgit Prinz auch noch weitere WM-Spielerinnen fehlen werden, will Bundestrainerin Silvia Neid ein Team formen, das in zwei Jahren den Angriff auf den EM-Titel starten soll. Auf dem Weg dorthin steht an diesem Sonnabend (15.45 Uhr/ARD) in Augsburg das erste Qualifikationsspiel an. Dabei sollte die Schweiz allerdings trotz der personellen Änderungen kein Stolperstein sein. Weitere Gegner in der Qualifikation für die EM 2013 in Schweden sind Rumänien, Kasachstan, Spanien und die Türkei. Dabei qualifiziert sich nur der Gruppensieger direkt.

„Unser Motto ist, die Herausforderung anzunehmen und peu ` peu zu einer guten Stärke zu finden“, sagte die Bundestrainerin vor Beginn eines neuen Kapitels für die Fußball-Frauen. Ihre 20-köpfige Auswahl mit den Neulingen Svenja Huth (20, Frankfurt), Luisa Wensing (18, Duisburg) und Ersatz-Torfrau Kathrin Längert (24, Bayern München) schwört sie seit Dienstag ein.

Nach den Rücktritten von Spielführerin Prinz sowie Kerstin Garefrekes, Ursula Holl und Ariane Hingst kommt vor allem Torfrau Nadine Angerer als Mannschaftsführerin bei der Neuaufstellung eine entscheidende Rolle zu. Sie sei „die Richtige, sie hat Ausstrahlung, ist loyal und hat zu jeder Spielerin einen guten Draht“, urteilte Neid. Die 32-Jährige selbst will Präsenz zeigen und „in der ein oder anderen Situation auch mal auf den Tisch hauen“. Ansonsten gelte: „Ein guter Kapitän ist ein unauffälliger Kapitän.“

Ärgerlich aus Sicht der Trainerin ist der Anstoßtermin um 15.45 Uhr, der fast zeitgleich mit dem der Männer-Bundesliga ist. „Der Termin wurde von der Uefa vorgegeben“, so Managerin Doris Fitschen.

Was bei den Männern mit Michael Ballack nicht geklappt hat, soll beiden Frauen und Birgit Prinz anders sein. Die 33-Jährige war bei der WM ausgewechselt und danach nicht mehr berücksichtigt worden. Das hatte kurzzeitig zu atmosphärischen Störungen mit Neid geführt. Nach der WM hatte sie ihren Rücktritt erklärt.

Voraussichtlich im November wird die 214-fache Nationalspielerin ein Abschiedsspiel bekommen, bestätigte Neid. Auch die ebenfalls zurückgetretenen Garefrekes, Holl und Hingst sollen für ihre Verdienste noch geehrt werden.

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