Ovelgönne Am Dienstagabend hat der SC Ovelgönne das Kellerduell der 1.Kreisklasse Jade-Weser-Hunte gegen Schlusslicht SVE Wiefelstede II mit 2:1 gewonnen und die Abstiegsplätze vorerst verlassen. Bei teils strömendem Regen sahen die ca. 130 Zuschauer eine kampfbetonte Partie.

Der Gastgeber begann druckvoll und in der 17.Minute erzielte Justin Sinnen, nach schöner Vorarbeit von Paul Hemken den Führungstreffer. „Ich habe mich heute dazu entschieden, eine taktische Änderung vorzunehmen“, sagte SCO-Coach Wilhelm Schiwy, der erstmals seine beiden Stürmer Luca Stephan und Paul Hemken auf getrennten Positionen agieren ließ.

„Paul habe ich auf die zehn ins zentrale Mittelfeld gestellt und er hat dort eine unfassbar starke, kämpferische Leistung abgerufen. Justin Sinnen, der schon in Wahnbek sein Comeback nach siebenmonatiger Verletzungspause gegeben hat, hat mit Luca Stephan im Angriff agiert und dieser Plan ist voll und ganz aufgegangen“, sagt Schiwy.

Die Gäste spielten aber auch mit und nach einem Foulspiel verwandelte Steffen Ahting in der 35.Minute den fälligen Strafstoß zum Ausgleich. „Das war zwar ärgerlich, aber meine Mannschaft hat sich in keiner Weise von dem Ausgleich verrückt machen lassen, sondern genauso weitergespielt wie vorher“, war Wilhelm Schiwy voll des Lobes.

Bitter wurde es für die Gäste, insbesondere für Marc Zieglowski, der mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in der 42.Minute ausgewechselt werden musste. „Der Gegenspieler ist richtig in Marc reingerannt und das der Schiedsrichter dieses grobe Foul nicht einmal geahndet hat, ist für uns nicht nachvollziehbar“, schildert Torben Bischofberger. „Uns hat eh schon gewundert, warum der Schiedsrichter ziemlich oft die Assistenten überstimmt hat“.

Eine Minute vor der Pause traf Luca Stephan, nach Vorarbeit von Marcel Ebert zum 2:1. „In der zweiten Hälfte hatten wir weitere Großchancen, die wir aber nicht genutzt haben. Anstatt also mit 5:1 das Spiel zu beenden, hätten wir beinahe in der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassiert. Wir haben aber einen hoch verdienten Sieg eingefahren und haben den Klassenerhalt weiter in eigener Hand, aber es war ein reiner Sieg des Willens“, fügt Wilhelm Schiwy an. „Von der Unterstützung unserer Fans, trotz des starken Regens, waren wir, und ich denke auch der Gast, richtig beeindruckt. Das war schon klasse. Es ist schon Wahnsinn was in Ovelgönne abgeht und ich mich mächtig stolz auf die Mannschaft und das Umfeld“.

Die Gäste aus Wiefelstede haben sich auch viel vorgenommen, am Ende aber der Kürzeren gezogen. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen“, macht Torben Bischofberger klar. „Wir haben unsere guten Möglichkeiten nicht genutzt, uns aber im weiteren Spielverlauf auch nicht mehr sehr viele gute Chancen erspielt. Spielerisch sind wir besser, wir haben heute nur halt körperlich und kämpferisch nicht richtig dagegen gehalten. Ovelgönne war darauf bedacht das Spiel zu zerstören, und uns ist nicht viel eingefallen. Wir haben das Zeug den Klassenerhalt zu schaffen und werden von Spiel zu Spiel weiter versuchen, Punkt um Punkt zu holen“.

Andreas Kempe Nordwest-Fußball / Autor
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