Oldenburg Im Sportpark Eversten fand am Freitagabend das einzige Spiel der Bezirksliga II statt. Der TuS Eversten hatte den ESV Wilhelmshaven zu Gast und für beide Mannschaften zählte nur ein Sieg an diesem Abend.

Die Gastgeber legten gleich los wie die Feuerwehr und hatten nach neun Minuten die erste Torchance. Ein Freistoß aus aussichtsreicher Position von Jannes Busch fand aber nicht den Weg ins Gehäuse.

Um Haaresbreite verpasste in der 14.Minute Rene Auen den Führungstreffer, sein Kopfball nach einer Ecke zog knapp am Tor vorbei. In der 18.Minute fiel dann aber doch der längst überfällige Treffer zum 1:0 für die Gastgeber, Ingmar Peters ließ Gästekeeper Germain Böke keine Chance.

Bis dahin war vom ESV Wilhelmshaven nichts zu sehen. Man hatte das Gefühl, es spiele nur Eversten, doch aus dem Nichts sorgte Nayil Nalbant in der 24.Minute mit dem ersten Torschuss für den Ausgleich.

In der 36.Minute war es wieder Ingmar Peters, der nach einer Ecke zum 2:1-traf, köpfte nach einer Ecke zur erneuten Führung. Weiterhin spielte nur der TuS Eversten, doch war es in der 41.Minute Kevin Rohlfs, der mit der zweiten Chance der Gäste den 2:2-Ausgleich besorgte.

Dariusch Bagher-Tehrani wird wissen, warum sein Tor in der 45.Minute zur dritten Everster Führung ein wenig kurios anmutet. Er traf mit dem linken Fuß zum 3:2, legte sich den Ball aber nach einem gefühlt ewigen Marsch auf das Gästetor auf den linken Schlappen und traf dann.

Nach der Pause war es wieder die Elf von Coach Nils Reckemeier, die besser in die Partie gefunden hat und mit einem Aufsetzer, der auf dem nassen Boden an Geschwindigkeit zunahm, ließ Stephan Schönberg den Schlussmann keine Chance, 4:2. In der 54.Minute war es wieder Ingmar Peters, der das 5:2 markierte und es war praktisch nur eine Frage, wie hoch Eversten gewinnen wird, doch es sollte anders kommen.

Die Gäste erzielten durch Kevin Rohlfs in der 72.Minute das 5:3 und als in der 76.Minute TSE-Akteur Piet Stenzel nach wiederholtem Foul vorzeitig mit der Ampelkarte den Platz verlassen musste, spielte der ESV endlich so, wie es Coach Michael Janßen schon viel früher hätte sehen wollen.

Eversten geriet ins Schwimmen, es gab fast nur noch Befreiungsschläge und die Gäste erzielten in der 87.Minute durch einen Handelfmeter von Mohammed Hammoud den 5:4-Anschlusstreffer. Endlich den Schlusspfiff herbeisehnend erwehrten sich die Gastgeber dem Angriffsdruck der Gäste, die es jedoch nicht mehr schaffen sollten, den Ausgleich zu erzielen.

„Hauptsache drei Punkte, doch 5:4 darf dieses Spiel im Leben nicht enden“, weiß auch TSE-Coach Nils Reckemeier, der nach dem Schlusspfiff das eine oder andere Mal mehr durchpusten musste. Hochverdient war der Sieg allemal, warum es seine Mannschaft aber doch noch so spannend gemacht hat, konnte Reckemeier nicht mehr entlockt werden.

Gästetrainer Michael Janßen war indes natürlich enttäuscht, war es ihm doch auch ein Rätsel, warum seine Mannschaft in der ersten Hälfte nicht stattgefunden hat. Da nützt es auch nichts, wenn seine Elf zwei Tore erzielt und somit zeigt, dass sie effektiv agieren können. „Dieses Spiel muss man erst mal sacken lassen“, sagt Janßen, der sich dann mit seiner Elf wieder auf den Heimweg gemacht hat. Am nächsten Sonntag kommt es dann zum Derby des ESV gegen den SV Wilhelmshaven.

Andreas Kempe Nordwest-Fußball / Autor
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