Edewecht Im Kreispokal-Achtelfinale kam es am Dienstagabend zu einer dicken Überraschung. Der VfL Edewecht hat den Kreisligisten SV Ofenerdiek mit 2:1 aus dem Wettbewerb geschickt.

Ofenerdiek hat das Spiel bestimmt, das war für die Ammerländer auch vorherzusehen, doch hat VfL-Coach Michael Leverenz seine Mannschaft perfekt auf den Gegner eingestellt.

Für Ofenerdiek begann das Spiel recht erfolgversprechend. In der 8.Spielminute fiel Sven Machunsky der Ball unglücklich auf das Knie und von da ins eigene Tor, 0:1.

„Die Jungs haben sich von den Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen und immer weiter gemacht“, sagt Leverenz, der auf kompakte Defensive gesetzt hat. „Das Ofenerdiek hier das Spiel machen würde, war uns allen klar. Es ist eine starke Mannschaft, die nicht zu Unrecht auf Platz zwei in der Kreisliga steht. Unser Ziel war, defensiv alles zu geben und mit unseren schnellen Spielern den einen oder anderen Nadelstich oder Konter zu setzen“.

Das ging dann in der 43.Minute auf, Sven Machunsky traf mit einem Kopfball zum Ausgleich und war mit Sicherheit heilfroh über diesen Treffer.

Nach der Pause übernahmen die Gäste sofort wieder das Geschehen auf dem Platz, „aber was meine Mannschaft heute geleistet hat, ist schon aller Ehren wert“, lobt Leverenz sein Team.

Besonders Torhüter Julian Sebastiany wirkte wie der so oft genannte Fels in der Brandung, parierte ein ums andere Mal mit starken Reflexen. Selbst ein Elfmeter für den SV Ofenerdiek ging nicht rein, wurde von Sebastiany gehalten.

„Julian hat uns im Spiel gehalten, das ist klar. Aber, alle Spieler haben sehr diszipliniert und hart gearbeitet und waren total konzentriert bei der Sache. Dennoch habe ich schon mit einem Elfmeterschießen gerechnet am Ende der Partie“, fügt Michael Leverenz an.

Schließlich gab es in der Nachspielzeit tatsächlich noch einen Elfmeter für den VfL und der gerade eingewechselte Jorrit Nagl verwandelte eiskalt, dann war Schluss. „Wir haben sicherlich für eine große Überraschung gesorgt, denn viele werden schon gedacht haben, das Ofenerdiek uns abschießen wird. Es ist ja, wie gesagt, auch eine bärenstarke Mannschaft, doch heute hatten wir das Glück auf unserer Seite. Es war aber eben nicht nur Glück, denn mit Disziplin und der starken kämpferischen Einstellung haben sich die Jungs ins Viertelfinale geschossen“.

SVO-Coach Jens Prawitt rang nach dem Spiel nach Worten. „Ich bin fassungslos und sprachlos. Die erste Hälfte überlegen, sind aber nur durch ein Eigentor in Führung gegangen. Edewecht hat dann quasi aus dem Nichts ausgeglichen. In der zweiten Hälfte haben wir noch überlegener agiert, ein Spiel auf ein Tor aufgezogen, Chance um Chance erspielt, die Murmel aber nicht reingemacht. Edewecht stand nur noch hinten drin, selbst einen Elfmeter haben wir vergeben, Edewecht macht es besser, verwandelt in der letzten Minute vom Punkt, wir sind raus und Edewecht weiter“, lautet das kurze Fazit von Prawitt auf den Punkt gebracht.

Aller Voraussicht nach wird der ESV Nordenham am Freitag unter dem Pokal-KO leiden müssen, zumindest wird Prawitt seinen Jungs Wiedergutmachung ans Herz legen.

Andreas Kempe Nordwest-Fußball / Autor
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