Augustfehn Schützenfest war am Freitagabend in Augustfehn angesagt. Der TuS Vorwärts empfing den TuS Ofen und gewann am Ende mit 7:4.

Ja, viele Tore, OK, aber nicht unbedingt etwas Weltbewegendes und trotzdem, selbst Rainer Dierks vom TuS hatte „selten so Spiel erlebt“.

„Wir haben gut begonnen aber Ofen war einfach noch etwas besser“, fügt Dierks an, der auch von einer verdienten Gästeführung zur Pause sprach.

Für den TuS Ofen gab es schon in der 26.Minute den ersten Nackenschlag. Abwehrchef Gerke Hicken wurde mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gebracht und fehlte den Gästen natürlich. Aber, Timo Holitzner erzielte in der 34.Minute dennoch die Ofen-Führung, Lars Wietoska verwandelte einen Elfmeter in der 40.Minute zum 0:2 und Tammo Böse erhöhte in der 43.Minute auf 0:3.

Alles lief für den TuS Ofen, doch Augustfehn kam zugute, das sich der Erfinder dieser Sportart dazu entschlossen hatte, eine Pause einzubauen.

„In dieser muss es heftige, aber vor allem auch die richtigen Worte gegeben haben“, war sich Rainer Dierks sicher und die Spieler auf dem Platz unterstützten seine These. Allen voran, Wilke Schmidt, der seine Nase nochmal geputzt hatte um seinen Torriecher auf Vordermann zu bringen.

Dann ging es blitzschnell, zwischen der 50. und 60.Minute sorgte Schmidt mit einem lupenreinen Hattrick für den Ausgleich und tatsächlich, Alexander Fittje erzielte in der 65.Minute das 4:3 für Augustfehn, das Spiel war gedreht.

Nun waren auch die Gäste wieder wach, spürten wohl, dass irgendwas falsch lief und drückten. Tammo Böse traf in der 76.Minute zum erneuten Ausgleich und die Gäste wollten mehr.

Das wiederum veranlasste die Gastgeber, selber noch etwas für das Torverhältnis zu machen. Ofen kommen lassen, selber kontern und dann klingelte es weiter. Andre Wessels traf zum 5:4 in der 81.Minute, Wilke Schmidt erzielte das 6:4 mit seinem vierten Treffer der Partie in der 90.Minute und Tammo Janssen machte das 7:4 in der Nachspielzeit klar.

„“Wir finden keine passenden Worte“, sagte Thomas Holitzner vom Ofener Trainerteam und spricht von „fassungslos, bedient und keiner weiß was hier passiert ist“. Mit der ersten Hälfte waren die Gäste natürlich noch zufrieden.

„Die Jungs haben alle Vorgaben umgesetzt und absolut verdient mit 3:0 zur Pause geführt. Es war unser Spiel, wir alleine hatten über Sieg und Niederlage entscheiden können und dann das. Mit dem 1:3 merkte man, dass unser Spiel unruhiger wurde. Es folgte der Anschluss, der Ausgleich und wir waren gar nicht mehr dabei. Gut, die Jungs haben sich zusammengerissen und sind wiedergekommen. Die drei letzten Tore resultierten aus der Tatsache, dass wir auf den Sieg gegangen sind. Aber das Ding heute müssen wir erst mal wieder aus dem Kopf bekommen“.

Das gilt wohl auch für den TuS Vorwärts Augustfehn. „Die zweite Hälfte war irre. Jetzt hatte die Mannschaft richtig Vollgas gegeben und am Ende verdient gewonnen, aber so ein Spiel muss man nicht alle Tage haben“, fügt Rainer Derks an.

Andreas Kempe Nordwest-Fußball / Autor
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