Lau Baule /Paris Robert Lewandowski und seine Polen wissen, wie es geht. „Wir haben in Warschau Geschichte geschrieben, als wir sie geschlagen haben, den Weltmeister! Was für eine Nacht“, sagt der polnische Stürmerstar vor dem EM-Rendezvous mit den Deutschen im zweiten Gruppenspiel in St. Denis an diesem Donnerstag (21 Uhr/ZDF). Für eine Wiederholung der Sensation will er sogar sein gutes Verhältnis zu seinen Bayern-Kumpels Manuel Neuer, Jérôme Boateng und Co. vergessen: „Wir haben hier nur das Ziel, uns zu besiegen. Nach 90 Minuten sind wir wieder Freunde.“

Vorher soll der große Nachbar einen zweiten 11. Oktober 2014 erleben. „Uns ist klar, wie stark Deutschland ist“, sagt Ausnahmestürmer Lewandowski, „aber bei so einem Turnier kann alles passieren.“ Wie vor 20 Monaten, als die Weiß-Roten die Deutschen während der EM-Qualifikation im 19. Duell erstmals bezwangen (2:0) – und ein ganzes Land in einen kollektiven Fußball-Rausch stürzten.

Am meisten Freude dürfte es dem Bundesliga-Torschützenkönig bereiten, wenn er seinem Clubkollegen Neuer einen einschenkt. Damals in Warschau blieb „Lewa“ ein Tor verwehrt, sein Ehrentreffer beim 1:3 im Rückspiel war nicht viel wert.

„Wir kennen uns sehr gut“, sagt Lewandowski, der es neben Neuer vor allem mit Boateng zu tun bekommt. Mit Deutschlands Abwehrchef geriet er in München beim Training schon mal heftig aneinander. „Das ist vergessen“, meint der erfolgreichste Torjäger der EM-Qualifikation. Das Verhältnis der beiden gilt als freundschaftlich.

„Wenn man gegeneinander spielt, gerät man mal aneinander. Wir wollen beide für unser Land das Beste geben, insgesamt aber läuft es fair ab“, sagte Boateng, dessen Partner in der Innenverteidigung noch offen ist. Der im Normalfall gesetzte Neu-Münchner Mats Hummels drängt nach auskuriertem Muskelfaserriss wieder in die Mannschaft. Allerdings hat Shkodran Mustafi seine Sache beim 2:0 gegen die Ukraine nicht nur wegen seines Tores ordentlich gemacht.

Ob mit Hummels oder Mustafi und unabhängig von der Einsatzzeit von Kurzzeitarbeiter Bastian Schweinsteiger, Fakt ist: „Wir müssen uns steigern“, unterstrich Mittelfeldlenker Sami Khedira.

Lewandowski zeigt großen Respekt vor dem Weltmeister: „Deutschland ist für mich der Favorit auf den Titel. Sie haben auf jeder Position super Spieler mit großer Qualität, es ist fast egal, wer spielt.“ Der 27-Jährige, der bei Polens Auftaktsieg gegen Nordirland (1:0) ohne Treffer blieb, glaubt dennoch an die Sensation im Stade de France: „Wenn wir eine Chance bekommen, können wir etwas schaffen.“ Allerdings fällt bei den Polen Torwart Wojciech Szczesny wegen einer hartnäckigen Oberschenkelprellung aus.

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