Cloppenburg Es hat sich einiges für sie verändert, umso gespannter sehen sie dem Meisterschafts-Auftakt entgegen: Die Fußballerinnen des BV Cloppenburg treten an diesem Sonntag (11 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken zu ihrem ersten Spiel in der neuen eingleisigen 2. Bundesliga an. Nord- und Südstaffel wurden zusammengelegt, um das Niveau direkt unter dem Oberhaus zu erhöhen. Zu oft waren die Aufsteiger in der ersten Liga chancenlos. Statt einer Nord- und einer Südstaffel mit jeweils zwölf Teams gibt es nun eine Liga mit 14 Mannschaften.

„Viele reizt diese neue Liga“, freut sich Tanja Schulte, die sportliche Leiterin der BVC-Frauen, die zudem zusammen mit Imke Wübbenhorst das Trainerduo bildet. In der neuen Liga stehen den Cloppenburgerinnen einige weite Reisen bevor – neben Saarbrücken geht es auch zur TSG Hoffenheim II, zum SV Weinberg und zu Bayern München II. Sportlich sind die Gegner aus dem Süden für die BVC-Verantwortlichen aber schwer einzuschätzen.

Diese 14 Teams spielen in der 2. Liga

Am Saisonende müssen drei Mannschaften aus der eingleisigen 2. Bundesliga absteigen. Dabei kann es die zweiten Mannschaften auch bei sportlichem Erfolg treffen. Denn sollte eine Erstvertretung aus der Bundesliga ins Unterhaus absteigen, muss die zweite Mannschaft – unabhängig von ihrer Platzierung – die Liga verlassen.

Der SV Meppen ist neben dem BV Cloppenburg der zweite Club aus dem Nordwesten. Der SVM empfängt an diesem Samstag (16 Uhr) den 1. FC Köln.

Zudem spielen sechs Zweitvertretungen mit der Auflage in der 2. Liga, dass sie neben U-20-Fußballerinnen nur drei ältere Sportlerinnen pro Spieltag einsetzen dürfen. Sollten die Reserve-Mannschaften die oberen Plätze belegen, würde es, da sie aufgrund ihrer ersten Teams im Oberhaus nicht aufsteigen dürfen, am Ende kurios werden. Dann wären die zwei Aufsteiger in die Bundesliga im Mittelfeld der Abschlusstabelle zu finden.

Aber ein Aufstieg ist für die Cloppenburgerinnen zurzeit sowieso kein Thema, der Klassenerhalt ist als Ziel ausgegeben. Noch vor wenigen Wochen war fraglich, ob der BVC in der neuen Liga konkurrenzfähig sein würde, hielt das erste Halbjahr 2018 doch einige Turbulenzen für den BVC bereit. Der Hauptsponsor des Frauen-Teams, Albert Sprehe, stellte sein Engagement ein, der Verein brauchte einen Notvorstand, und als andere Clubs längst mit der Saisonplanung fertig waren, hatten die Spielerinnen und das Trainerduo des BVC noch keine neuen Verträge. Doch in der Folgezeit waren die Verantwortlichen erfolgreich: Es wurden viele Klinken geputzt, um neue Geldgeber zu finden. So engagiert sich inzwischen der Versorger EWE unter anderem als Trikotsponsor der Frauen beim BVC.

Es konnten schließlich fast alle Leistungsträgerinnen gehalten werden, zudem kamen in Rückkehrerin Lisa Josten (von Werder Bremen) und Silvana Chojnowski (1. FC Köln) zwei Spielerinnen hinzu, die in der vorherigen Saison in der Bundesliga aktiv waren. Außerdem ist der Kader mit 24 Spielerinnen endlich mal wieder der Aufgabe angemessen groß und die erste Elf eingespielt.

Dennoch läuft nicht alles wie erhofft. So ist Chojnowski nach einem Verkehrsunfall immer noch angeschlagen und die eigentliche Kapitänin Daniela Löwenberg in einer Babypause. Agnieszka Winczo führt den BVC nun an.

Dass noch recht viel Sand im Getriebe ist, zeigte sich zuletzt in der ersten DFB-Pokal-Runde. Da mühten sich die Cloppenburgerinnen gegen den Bremer Regionalligisten TuS Schwachhausen zu einem 3:1-Erfolg.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.