Madrid (dpa) - In der Nacht der Oscars hätte nach Meinung vieler Fußball-Fans in Spanien auch ein Profi von Real Madrid für eine hollywoodreife Schauspieleinlage eine Auszeichnung verdient.

Die Königlichen um Toni Kroos setzten sich nämlich bei UD Levante nur dank eines äußerst umstrittenen Foulelfmeters durch. Der Brasilianer Casemiro war nach minimaler Berührung eines Gegenspielers theatralisch und schreiend zu Boden geflogen. Schiri Ignacio Iglesias Villanueva pfiff, schaute sich dann die Szene am Monitor an und entschied zur Überraschung unter anderem auch des spanischen TV-Kommentators ("Da war doch überhaupt nichts") auf Strafstoß. Gareth Bale verwandelte sicher zum 2:1-Endstand (78.).

"Skandalös!", titelte die Sportzeitung "Mundo Deportivo". Levante-Trainer Paco López sagte: "Die Bilder sprechen für sich." Und Reals Stadtrivale Atlético stichelte: "Die Oscar-Nacht hat groß begonnen. Ein Film? #DieUnendlicheGeschichte." Gemeint ist, dass Real Madrid nach Überzeugung vieler Anhänger bei strittigen Szenen von den meisten Schiedsrichtern in Spanien begünstigt wird.

Die Szene war diesmal allerdings so klar, dass auch die Madrider Sportblätter, die Real sehr nahe stehen, die Fehlentscheidung einräumen mussten. "Der zweite Elfmeter war keiner", schrieb "Marca", und "AS" stellte auf Seite eins fest: "Ein schlechtes Madrid siegt dank eines nicht existenten Elfmeters."

Für einen weiteren Eklat sorgte Bale nach seinem Tor. Der Waliser verweigerte Lucas Vázquez, der mittlerweile den Stammplatz von Bale eingenommen hat, mit einer abwehrenden Armbewegung die Umarmung. "Eine sehr hässliche Szene, eine indiskutable Haltung", kommentierte "AS". Trainer Santiago Solari versuchte, die Situation zu entschärfen: "Jeder jubelt, wie er möchte."

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