HANNOVER /MüNCHEN Nach neun Niederlagen in Serie herrscht beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 eine eigenartige Stimmung. Während die Spieler nach der unverdienten und unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg die Köpfe hängen ließen, feierten die Fans in der Nordkurve ihre Mannschaft mit lauten Sprechchören. In der Stunde größter Not scheint bei den 96ern endlich gemeinsamer Kampfgeist zu erwachen. So wie sich die Spieler auf dem Platz geholfen hatten, standen auch die Anhänger geschlossen hinter ihrem Team.

96-Präsident Martin Kind erklärte, dass der in die Kritik geratene Trainer Mirko Slomka (42) auch bei der Partie am Sonnabend beim SC Freiburg auf der Bank sitzen wird. Dieses Spiel gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten Aufsteiger hat für Hannover Finalcharakter.

Der Trainer weist alle Spekulationen um seinen Posten von sich: „Ich habe das selbst nicht in der Hand und ich glaube, dass ich in Hannover etwas bewegt habe“, erklärte Slomka, der das Amt erst am 19. Januar als Nachfolger von Andreas Bergmann übernommen hatte.

Der neue Tabellenführer Bayern München schafft sich dagegen ganz andere Probleme. So wehrt sich Ersatztorwart Michael Rensing gegen die Vorwürfe von Präsident Uli Hoeneß. „Ich weiß nicht, wie er darauf kommt. Das entbehrt

jeglicher Wahrheit. Ich habe mich über seine Aussagen gewundert“, sagte der 25-Jährige nach dem 1:0-Sieg der Münchner gegen den Hamburger SV.

Hoeneß hatte den Torwart, der bereits im Sommer 2008 Oliver Kahn als Nummer eins im Bayern-Tor ablösen sollte, zuvor hart kritisiert. Der 58-jährige Bayern-Präsident hatte behauptet, dass Rensing nach der Sommerpause 2009 in einem „katastrophalen Zustand“ zum Training erschienen sei. Kurz nach Saisonbeginn hatte Trainer Louis van Gaal dann Jörg Butt anstelle von Rensing zur Nummer eins gemacht. Rensings Vertrag läuft zum Saisonende aus, ein Verbleib bei den Bayern scheint ausgeschlossen.

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