Hamburg Ein alter Oldenburger Bekannter könnte die Chance bekommen, den Hamburger SV aus der Misere führen: Nachdem der Fußball-Bundesligist sich von seinem Trainer Mirko Slomka getrennt hat, wird rasch ein Nachfolger gesucht. Zurzeit wird spekuliert, ob U-23-Coach Josef Zinnbauer vorübergehend den Job übernehmen könnte. Der Nachfolger von Rodolfo Cardoso ist mit dem HSV-Nachwuchs in der Regionalliga äußerst erfolgreich. In Oldenburg ist Zinnbauer ein alter Bekannter: von 2005 bis 2010 war er beim VfB Oldenburg tätig.

Hintergrund: Zinnbauer ruft Ex-Club VfB Oldenburg zur Geduld auf, NWZ, 11. August 2014

Der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer hatte am Montagabend den 47-jährigen Slomka unterrichtet von der Beurlaubung nach nur sieben Monaten beim HSV. Dies bestätigte Mediendirektor Jörn Wolf. Der HSV steht am dritten Spieltag mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz und ist bisher tor- und sieglos. Zudem ist der HSV saisonübergreifend zehn Spiele ohne Sieg.

Wer am kommenden Sonnabend beim Heimspiel gegen den FC Bayern München auf der Trainerbank sitzen wird, ist noch offen. Schon lange wird Thomas Tuchel als Wunschkandidat gehandelt. Beiersdorfer soll sich angeblich schon mit dem 41-Jährigen getroffen haben. Bisher konnte sich Tuchel aber noch nicht mit Mainz 05 auf eine Auflösung seines Vertrags einigen. Der HSV müsste eine Ablöse zahlen.

Slomka ist es in acht Wochen Vorbereitungszeit und trotz Investitionen von etwa 26 Millionen Euro in neue Spieler nicht gelungen, einen Aufwärtstrend mit dem „Bundesliga-Dino“ einzuleiten. Nach dem 0:2 am Sonntag bei seinem Ex-Verein Hannover 96 hatte die Führungsriege des HSV genug. Zwar brachte Slomka sieben neue Profis, eine klare Linie oder ein Spielkonzept waren aber nicht zu erkennen. Der Fußballlehrer verlor auch immer mehr Rückhalt in der Mannschaft.

Damit entließ Beiersdorfer nach der Rückkehr zum HSV im Sommer zuerst Sportdirektor Oliver Kreuzer nach nur einer Saison, dann Slomka. Damit wird erneut eine Ablöse fällig, nachdem man sich mit Kreuzer außergerichtlich auf etwa 800 000 Euro geeinigt hatte. Slomkas Vertrag läuft noch bis Juni 2016.

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