London (dpa) - Luka Jovic ist einer der heißbegehrtesten Stürmer in Europa. Zuletzt war aus Spanien gemeldet worden, sein Wechsel von Eintracht Frankfurt zu Real Madrid für 60 Millionen Euro sei so gut wie perfekt.

Sportvorstand Fredi Bobic ("Von Real hat sich keiner gemeldet") hat entsprechende Spekulationen zwar dementiert, aber auch angedeutet, dass es das "eine oder andere Gespräch im Hintergrund" mit Sicherheit gebe. Der Ex-Nationalspieler wollte vor den Europa-League-Halbfinals gegen den FC Chelsea Unruhe vermeiden, verhindern kann und will er den Jovic-Abschied nicht.

Warum der Torjäger des hessischen DFB-Pokalsiegers, der auch als Transferoption für den FC Barcelona und Bayern München gegolten haben soll, auf den Spielereinkaufszetteln ganz oben steht, bewies der 21-jährige Serbe auch gegen Chelsea. In der Hinpartie nährte er mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:0 den Traum vom Finale. Und im Rückspiel am Donnerstag verlängerte er mit dem Treffer zum 1:1 in der regulären Spielzeit die Hoffnung darauf bis ins Elfmeterschießen - in dem er auch noch seinen Elfer souverän einnetzte. Die Eintracht schied mit 3:4 gegen den Premier-League-Club dennoch aus.

Jovic, der in dieser Bundesligasaison in 30 Spielen 17 Tore erzielte, bleibt in der Europa League aber im Finale um die Torjäger-Krone: Mit zehn Treffern liegt er gleichauf mit Olivier Giroud vom FC Chelsea. Der französische Weltmeister kann allerdings seine Torausbeute noch im Endspiel am 29. Mai in Baku erhöhen.

Der im Sommer 2017 von Benfica Lissabon nach Frankfurt gekommene Senkrechtstarter Jovic versucht sich seit Monaten dem Rummel und den Gerüchten zu entziehen. "Kein Kommentar!", lautete seine stereotype Antwort auf entsprechende Fragen.

Die Eintracht machte Mitte April einen wichtigen Schritt zum größten Deal der Vereinsgeschichte. Sie zog die Kaufoption für den zuvor nur ausgeliehenen Jovic und fixierte mit ihm einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 - für den Schnäppchenpreis von geschätzt rund sieben Millionen Euro. "Dass namhafte Vereine an ihm interessiert sind, ist klar, das wissen wir", hatte Bobic schon vor Monaten durchblicken lassen und geschäftsmäßig hinzugefügt: "Wenn etwas extrem Großes um die Ecke kommt, kann es schon sein, dass wir ihn verlieren." Nach den zwei verbleibenden Liga-Partien gegen Mainz 05 und Bayern München wird man sicher bald wissen, wer um die Ecke kommt.

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