Paderborn Bundesliga-Absteiger SC Paderborn taumelt immer weiter dem Abstieg in die 3. Fußball-Liga entgegen. Das 0:0 beim Karlsruher SC war für das Team von Trainer Stefan Effenberg bereits das zwölfte Spiel in Folge ohne Sieg. Mit 19 Punkten rangieren die Ostwestfalen weiter auf dem 17. Tabellenplatz, der KSC (31) liegt nach 24 Spieltagen im gesicherten Mittelfeld.

„Wir müssen irgendwo mal drei Punkte einfahren“, sagte Paderborn-Kapitän Marvin Bakalorz bei Sky: „Wir hatten den KSC in der ersten Halbzeit in der Hand, über das ganze Spiel geht das Unentschieden dann in Ordnung.“

Die 11.831 Zuschauer im Wildpark sahen ein umkämpftes, aber chancenarmes Zweitligaspiel. Die erste kleine Torchance überhaupt war ein verunglückter Kopfball des Paderborner Verteidigers Tim Sebastian auf das Gehäuse seines Schlussmanns Daniel Heuer Fernandes (72.). Karlsruhes Boubacar Barry scheiterte wenig später am Pfosten (82.). Paderborn blieb zum sechsten Mal im siebten Rückrundenspiel ohne eigenes Tor.

Die Schlagzeilen gehörten wieder einmal Effenberg. Der 47-Jährige, dem Präsident Wilfried Finke zuletzt quasi einen Persilschein ausgestellt hatte, bestätigte vor der Partie Medienberichte, wonach er derzeit keine gültige Trainerlizenz besitzt.

„Ich habe keinen Führerschein, ich habe keinen Trainerschein, aber zumindest einen Bootsschein und einen guten Stoffwechsel“, sagte Effenberg und fügte hinzu: „Im Ernst: Ich werde das nachholen, das wird am Montag passieren.“

Der Klub hatte zuvor mitgeteilt: „Unser Chef-Trainer konnte die Fortbildungsveranstaltungen zur Verlängerung der Trainerlizenz aus terminlichen Gründen nicht besuchen. Da er sehr kurzfristig bei uns in Paderborn eingesprungen war und hier eine umfangreiche Aufarbeitung im sportlichen Bereich nötig war, bestand für ihn keine Möglichkeit, entsprechende Termine im Herbst 2015 wahrzunehmen.“

Effenberg hatte im März 2012 die Fußballlehrerlizenz erworben. Laut DFB-Ausbildungsordnung verlangt der Verband von seinen Trainern auf höchstem Niveau, dass sie innerhalb von drei Jahren 20 Lerneinheiten an Fortbildungen nachweisen müssen.

Lutz Hangartner, der Präsident des Bundes Deutscher Fußballlehrer (BDFL), sagte: „Ich bin der Meinung, dass die Trainer nur arbeiten sollten, wenn sie auch eine gültige Lizenz haben. Es gibt genug Möglichkeiten, die 20 Stunden zu absolvieren.“

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