Dortmund Am 1. Juni hatte der von Jürgen Klopp trainierte FC Liverpool durch einen 2:0-Finalsieg gegen Tottenham Hotspur die Champions League gewonnen. In dieser Woche beginnt die Jagd auf den Titelverteidiger.

Was steht an?

Die Champions League startet am Dienstag in ihre 28. Saison. Es ist der wichtigste Clubwettbewerb im europäischen Fußball, der vor 1992 Europapokal der Landesmeister hieß. 32 Teams nehmen teil. 26 Mannschaften haben sich direkt qualifiziert, sechs Teams lösten das Ticket über die Qualifikation und die Playoffs.

Wie ist der Modus?

Die 32 Mannschaften treten in acht Vierergruppen mit Hin- und Rückspiel gegeneinander an. Die ersten beiden Teams pro Gruppe stehen im neuen Jahr im Achtelfinale der K.o.-Runde, die Dritten treten in der Zwischengruppe der Europa League an. Das Finale steigt am 30. Mai 2020 im Istanbuler Atatürk-Olympiastadion.

Wie hoch sind
die Prämien
?

82,45 Millionen Euro an Prämien kann die siegreiche Mannschaft maximal (bei sechs Gruppensiegen und dem Titelgewinn) erspielen. In der Gruppenphase gibt es 15,25 Millionen Euro Startgeld, pro Sieg werden 2,7 Millionen Euro ausgeschüttet, für ein Unentschieden zahlt die Europäische Fußball-Union Uefa immerhin noch 900 000 Euro. Darüber hinaus gibt es noch Gelder aus dem Marktpool, die unter den Clubs verteilt werden. Insgesamt fließen rund zwei Milliarden Euro in der Königsklasse an die Vereine.

Wer sind die Favoriten?

Vorjahressieger FC Liverpool gehört wieder zu den heißen Anwärtern. Doch auch den üblichen Verdächtigen wie Real Madrid, FC Barcelona, Manchester City und Bayern München wird der Titel zugetraut. Gespannt darf man sein, ob Paris St. Germain unter seinem deutschen Trainer Thomas Tuchel endlich die Vorgaben der katarischen Clubbosse erfüllt und den Pott zum ersten Mal an die Seine holt.

Wo landen die anderen deutschen Teams?

Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen haben dicke Brocken in der Gruppenphase zugelost bekommen und müssen ums Weiterkommen bangen. Der BVB trifft auf den FC Barcelona, Inter Mailand und Slavia Prag. Bayer bekommt es mit Juventus Turin, Atlético Madrid und Lokomotive Moskau zu tun. Leipzig hat es dagegen etwas leichter, trifft auf Benfica Lissabon, Zenit St. Petersburg und Olympique Lyon. Bayern München misst sich mit Roter Stern Belgrad, Tottenham Hotspur und Olympiakos Piräus.

Wo sind die Spiele
zu sehen
?

Der Bezahlsender Sky zeigt zwölf Spiele der Gruppenphase mit deutscher Beteiligung live und bietet an allen Spieltagen eine Konferenz an. Zu den Live-Spielen gehören das Auftaktduell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Barcelona an diesem Dienstag (21 Uhr) sowie der erste Auftritt von Bayern München an diesem Mittwoch gegen Roter Stern Belgrad (21 Uhr). Der kostenpflichtige Streamingdienst DAZN zeigt 110 der 138 Spiele in der Königsklasse live, darunter zwölf Begegnungen mit deutscher Beteiligung in der Gruppenphase.

Wie sieht es mit
Reformen aus
?

Seit geraumer Zeit wird über Reformen in Europa diskutiert, spruchreif ist aber noch nichts. Es gibt unterschiedliche Modelle, es wird eine Reform der Champions League ab 2024 angepeilt. Zuletzt war von einem Drei-Ligen-System mit Auf-und Abstieg die Rede. Allerdings besteht noch großer Redebedarf. Clubs aus kleineren Ländern begehren auf, weil sie befürchten, dass die Spitzenvereine ihre sportliche Teilnahme und damit auch ihre finanziellen Einnahmen sichern und ausweiten wollen.

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