Ulm (dpa) – Fortuna Düsseldorf hat die nächste Pokal-Sensation des SSV Ulm 1846 verhindert und souverän das Achtelfinale erreicht. Trotz erheblicher Startschwierigkeiten setzten sich die Düsseldorfer am Dienstagabend klar mit 5:1 (4:1) beim Fußball-Regionalligisten durch.

Dabei hatten die Ulmer Fans nach dem furiosen Erstrunden-Erfolg gegen Titelverteidiger Eintracht Frankfurt schon nach 13 Sekunden von der nächsten Überraschung träumen dürfen: Nach einer Fehlerkette der Fortuna-Defensive brachte Ardian Morina den Außenseiter mit einem der schnellsten Tore der Pokal-Geschichte vor 17.000 Zuschauern im ausverkauften Donaustadion 1:0 in Front.

Doch anschließend drehten Marvin Ducksch (15./70. Minute), Rouwen Hennings (33.) und Dodi Lukebakio (37./43.) die Partie. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel schaffte nach zuletzt fünf Liga-Niederlagen damit erstmals seit sechs Jahren wieder den Sprung ins Achtelfinale.

Die Gastgeber boten dennoch über die gesamte Spielzeit eine mutige Vorstellung, setzten die Fortuna von Beginn an früh unter Druck und gingen direkt mit der ersten Aktion in Führung. David Braig eroberte den Ball und legte auf Morina quer. Der Stürmer besorgte nach nur 13 Sekunden die Führung für den Außenseiter. Es war das schnellste Tor seit Beginn der detaillierten Datenerfassung im DFB-Pokal 2008/09.

Nach den Anfangsminuten übernahm der Favorit jedoch mehr und mehr die Kontrolle und belohnte sich mit dem Ausgleich. Ducksch traf per Kopf nach Hereingabe von Takashi Usami. Für Neuzugang Ducksch, der später auch noch das 5:1 erzielte, waren es der zweite und dritte Pflichtspieltreffer für seinen neuen Club - alle machte er im Pokal.

Doch die Ulmer ließen sich vom Ausgleich nicht beeindrucken, standen weiter hoch und setzten den Favoriten mit aggressivem Pressing unter Druck. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe - ehe die Fortuna mit ihrer ersten flüssigen Kombination direkt das zweite Mal traf. Hennings verwertete die Hereingabe von Lukebakio, der vier Minuten später mit seiner Direktabnahme zum 3:1 fast schon alles klar machte.

Das zweite sehenswerte Tor von Lukebakio kurz vor der Pause zerstörte beim Vierten der Regionalliga Südwest dann fast jede verbliebene Hoffnung auf eine Überraschung. Ulm gab sich auch nach dem Seitenwechsel nicht auf, dennoch boten sich den Gästen Chancen auf weitere Tore. Eine davon nutzte Ducksch, ansonsten verwaltete die Fortuna die Führung sicher und schonte Kräfte für die Bundesliga.

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