BERLIN BERLIN/SID/DPA - Die lang-jährigen Schiedsrichter Hermann Albrecht (Kaufbeuren) und Uwe Kemmling (Burgwedel) müssen ihre Bundesliga-Laufbahn überraschend beenden. Der Schiedsrichterausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschied in Berlin eine Reduzierung des Bundesliga-Aufgebots von 22 auf 20 Unparteiische als Konsequenz aus dem Wett- und Manipulationsskandal. Die jeweils 44 Jahre alten Albrecht und Kemmling scheiden als Älteste aus dem Kreis der Erstligisten aus, obwohl sie altersbedingt noch drei Jahre in der höchsten Spielklasse pfeifen dürften. Beide sollen künftig als Beobachter und in der Nachwuchsarbeit eingesetzt werden.

„Sie waren nicht begeistert von der Entscheidung. Aber wir haben in der Rückrunde gute Erfahrungen mit der gesunkenen Zahl an Schiedsrichtern gemacht“, sagte Referee-Boss Volker Roth.

Nicht mehr dabei ist auch Lutz-Michael Fröhlich (Berlin), der als 47-Jähriger die Altersgrenze überschritten hat, sowie Stefan Trautmann. Der 32-Jährige hatte Sportartikel im Internet versteigert, die er angeblich kostengünstig über seinen Status als Verbandsangestellter für den Eigenbedarf erwerben konnte.

Im vorläufigen Aufgebot bleiben hingegen Jürgen Jansen (Essen) und Torsten Koop (Lüttenmark), die den DFB im Zusammenhang mit dem Wett- und Manipulationsskandal beschäftigen. Gegen Jansen, dem die Absprache zu Spielmanipulationen vorgeworfen wird, ist Anklage durch den DFB-Kontrollausschuss erhoben worden. Sollte Jansens Unschuld festgestellt werden, dann „wird der DFB ihn voll und ganz rehabilitieren“, kündigte DFB-Präsident Theo Zwanziger an.

Koop verbüßt zurzeit eine dreimonatige Sperre wegen unsportlichen Verhaltens, weil er einen Anwerbungsversuch von Hoyzer zur Spielmanipulation verspätet gemeldet hatte. Die Leistungsfähigkeit des 40-Jährigen soll später geprüft werden, ehe er in die Bundesliga zurückkehrt.

Angesichts der Brisanz der diesjährigen Schiedsrichter-Tagung rückte die Ehrung von Herbert Fandel als „Schiedsrichter des Jahres“ weit in den Hintergrund. Der 41-Jährige, der schon 2001 mit dem Titel gekürt wurde, pfeift als einziger Deutscher beim Konföderationen-Pokal (15. bis 29. Juni).

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