Bremen Auch am Abend nach dem 2:0 (0:0)-Sieg im kleinen Bundesliga-Nordderby gegen Hannover 96 stimmte bei Werder Bremen das „Ballgefühl“. Zu den rhythmischen Klängen von Stargast Jan Delay tanzten die Fußball-Profis bei der traditionellen Grün-Weißen Nacht ganz entspannt in den Sonntag.

Seit zehn Jahren haben die Hanseaten am Wochenende ihrer Clubfete nicht mehr verloren. Dass sich diese Serie gegen Hannover fortsetzte, lag vor allem an Nils Petersen. Der Torjäger erzielte in der 85. und 88. Minute seine Saisontreffer acht und neun und war anschließend völlig emotionalisiert. „Es war einer der schönsten Siege, die ich je erlebt habe“, sagte der Blondschopf, der eine einseitige Begegnung in der Schlussphase für die Gastgeber entschied. 32:6 Torschüsse und 10:0 Ecken dokumentierten die Bremer Überlegenheit gegen die extrem ersatzgeschwächten Gäste.

Hannover droht Ultras

Clubchef Martin Kind von Hannover 96 hat den Fans nach der Bahnhofs-Randale von Achim mit Konsequenzen gedroht. Der Verein werde überlegen, ob in der kommenden Saison Karten an die sogenannten Ultras verkauft werden. Mehrere hundert Randalierer hatten am Freitag auf der Anreise zum Nordderby bei Werder Bremen auf dem Bahnhof Achim die Gleise gestürmt und Feuerwerkskörper gezündet.

„Es ist klar, dass die Fans von mir Tore erwarten“, sagte Petersen, der zu Saisonbeginn als Nachfolger von Torjäger Claudio Pizarro von Bayern München ausgeliehen wurde. Ob Bayerns künftiger Trainer Josep Guardiola den gebürtigen Harzer aus Wernigerode im Sommer ins Münchner Starensemble zurückholen will, bleibt eine spannende Frage. „Für Guardiola ist Petersen sicher gerade nicht die wichtigste Personalie“, sagte der Werder-Torjäger der „Bild“-Zeitung.

„Wir sind froh, dass wir ihn haben. Er ist ehrgeizig, und er marschiert“, sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf, der den Sieg aber nicht allein an Petersen festmachen wollte. „Jeder hat sich voll eingebracht“, lobte er sein Team, aus dem Abwehrchef Sokratis sowie die bisherigen Sorgenkinder Eljero Elia und Mehmet Ekici herausragten. Beide trumpften auf wie lange nicht mehr.

Ob der Sieg gegen Hannover nun eine Eintagsfliege war oder die Wende in eine bessere Rückrunde einleitet, müssen die Bremer in den kommenden Wochen selbst beantworten. „Dieses Spiel hat gezeigt, dass es funktionieren kann“, analysierte Schaaf: „Das sollten wir in die nächsten Partien mitnehmen.“ Am kommenden Wochenende geht es zum kriselnden VfB Stuttgart. Zwei Siege in Serie sind den Bremern in dieser Saison noch nicht gelungen.


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