Berlin Trotz des Verlustes der Olympischen Spiele und des Blackouts bei der Handball-WM bieten ARD und ZDF ein umfangreiches Sport-Angebot. Der neue ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann hat am Freitag einen Ausblick gegeben - was läuft und was schwierig wird.

Fussball

Beim Confed Cup und bei der EM der U21 haben Oliver Welke und Oliver Kahn Pause. Moderator Jochen Breyer und Experte Sebastian Kehl moderieren stattdessen die Fußball-Sendungen des ZDF. Das sei mit Welke und Kahn abgesprochen, sagte der ZDF-Sportchef. Oli und Oli werden laut Fuhrmann wieder bei der WM in Russland im kommenden Jahr im Einsatz sein. ZDF-Kommentatoren sind beim Confed Cup Béla Réthy und Claudia Neumann, bei der U21-EM ist es Oliver Schmidt. Das gemeinsame Fußball-Studio von ARD und ZDF wird in Baden-Baden aufgebaut.

Champions League

Das ZDF hat sich - ohne die ARD - erneut um die Rechte für die Champions League beworben. Entgegen den Erwartungen gebe es noch keine Rückmeldungen von der Uefa und des Vermarkters TEAM, sagte Fuhrmann. „Wir haben ein sehr gutes Angebot abgegeben.“ Möglich ist aber, dass die Champions League demnächst wie in Großbritannien nicht mehr im frei empfangbaren Fernsehen läuft, sondern nur bei Pay-Anbietern wie Sky und DAZN.

Olympia

Nach dem Verlust der Live-Rechte an den Olympischen Spielen wollen sich die öffentlich-rechtlichen Sender auf die Kurzberichterstattung konzentrieren. Aber auch dafür benötigen sie Bilder vom US-Unternehmen Discovery, dem neuen Vertragspartner des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). „Es gibt Gespräche über Nachverwertungsrechte“, sagte Fuhrmann. Von der Rechtesituation sei auch abhängig, ob und wie viele ZDF-Journalisten nach Südkorea geschickt werden. Eigene Olympia-Sendungen werde es nicht geben.

Paralympics

ARD und ZDF werden trotz des Olympia-Aus umfangreich von den Paralympics berichten. Die Rechte haben sie inzwischen erworben. „Wir wollen noch größer und umfangreicher berichten“, kündigte der ZDF-Sportchef an. „Wir wollen zeigen, wo das ,home of sports‘ ist“, sagte er in Anspielung auf den neuen Eurosport-Slogan „Home of the olympics“. Eurosport gehört zu Discovery.

Handball

ARD und ZDF übertragen nach dem WM-Blackout zumindest die EM im kommenden Jahr. Die Situation für die nächste WM ist hingegen noch offen. Die Sender bewerben sich bei der International Handball Federation (IHF) um Rechte. Von der WM im Januar in Frankreich konnten sie keine Live-Bilder anbieten, weil die Agentur BeIN Sport keine Rechte an frei empfangbare TV-Sender weitergeben wollte. So wird es auch bei der Heim-WM der Frauen im Dezember sein.

Deutsche Meisterschaften

ARD/ZDF bemühen sich um gemeinsame deutsche Meisterschaften mehrerer Sommer-Sportarten an einem Wochenende in zwei Jahren in Berlin. „Wir hoffen, dass wir das 2019 hinbekommen“, sagte Fuhrmann. Fixpunkte sollen Leichtathletik und Schwimmen sein. Die Sender seien mit einigen Verbänden „in Gesprächen“.

Sportpolitik

Das Zweite will die Berichterstattung über sportpolitische Themen wie Doping und Korruption ausbauen. „Die ARD hat da einen Vorsprung“, lobte ZDF-Sportchef Fuhrmann die Konkurrenz. „Die machen da großartige Arbeit.“ Öffentlich-rechtliche Sender sind nach seiner Meinung in der guten Position, auch kritisch berichten zu können, wenn sie Senderechte erworben haben.

NWZ Bundesliga-Tippspiel 20/21
Wer wird Tippspiel-König 20/21? Am besten gleich mittippen und jeden Spieltag um einen 50€-Gutschein von Möbel Weirauch spielen!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.