Cloppenburg Vier Spielzeiten seit 2012 lang durfte sich der BV Cloppenburg Fußball-Regionalligist nennen und sich zu den besten 146 Vereinen der Republik zählen. Nun ist die Viertliga-Zeit an der Friesoyther Straße nach dem sich frühzeitig abzeichnenden Abstieg vorerst beendet. Packende Derbys gegen den SV Meppen und VfB Oldenburg gehören zunächst der Vergangenheit an.

Passend zu den erschreckend niedrigen Zuschauerzahlen war der Aufschrei in Stadt und Umland kaum wahrnehmbar. Und was kommt jetzt? Der künftige Oberligist hat mit der Verpflichtung des neuen sportlichen Leiters Sebastian Schütte (zuvor SV Brake) vor wenigen Wochen nach monatelanger Vakanz eine wichtige Position neu besetzt. Dies löste eine kleine Aufbruchstimmung aus.

BVC-Platzierungen

Die Fußballer des BV Cloppenburg haben den Aufstieg in die fünfgleisige Regionalliga am Ende der Saison 2011/2012 durch die Vizemeisterschaft in der Oberliga Niedersachsen perfekt gemacht.

Es folgten vier Jahre in der Regionalliga Nord, in denen der BVC übers Mittelmaß nicht hinaus kam: 2012/2013 12. Platz 2013/2014 12. Platz 2014/2015 16. Platz 2015/2016 17. Platz (Abstieg).

Zuvor waren die Cloppenburger in der Regionalliga bereits in den Spielzeiten 1995/1996 (Nord), 1998/1999 (Nord) sowie 2008/2009 (West) aktiv.

Schüttes Ziel ist es, den Club auch im Juniorenbereich neu zu strukturieren. Personell machen die BVC-Verantwortlichen den größten Schnitt seit Jahren. 13 Abgänge, darunter zahlreiche langjährige Leistungsträger wie Gerrit Thomes oder Jonas Wangler, stehen bereits fest.

Weitere könnten folgen. Trainer Steffen Bury, der im November Uwe Groothuis abgelöst hatte, konnte das Ruder trotz großen Engagements nicht mehr herumreißen. Der frühere Profi bleibt aber wie auch Co-Trainer Luc Diamesso an Bord. „Unser Anspruch muss mittelfristig die Regionalliga sein. Cloppenburg ist für mich ein Viertliga-Standort. In der Oberliga wollen wir zunächst einmal oben mitmischen“, erklärt Bury. Vom direkten Wiederaufstieg spricht der gebürtige Freiburger bewusst nicht, um den Druck gering zu halten.

Schließlich muss der A-Lizenz-Inhaber sich in den nächsten zwölf Monaten an positiven Ergebnissen messen lassen. Hingegen gibt es im Präsidium durchaus Stimmen, die deutlich forscher klingen. Der Betriebsunfall Abstieg soll direkt behoben werden. Dem Vernehmen nach wird der Etat nur geringfügig niedriger sein, als in der Vorsaison.

Richten auf dem Platz soll es ein Mix aus Routiniers und Talenten. Das Team soll einen starken regionalen Bezug und Identifikationsgrad haben. 15 Spieler stehen aktuell bereits unter Vertrag. Die komplette Abwehr um Kapitän Christian Willen konnte gehalten werden. Bury plant mit einem kleinen 20-Mann-Kader.

Mit entscheidend für den Saisonverlauf wird sein, ob es gelingt, die in der Regionalliga nicht wettbewerbsfähige Offensivabteilung deutlich zu verstärken. Am Montag wurde die Verpflichtung von Mustafa Azadzoy (23) bekannt gegeben. Der 19-fache afghanische Nationalspieler kommt vom Oberliga-Absteiger TB Uphusen und war zuvor als Offensivspieler beim VfB Oldenburg aktiv.

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