OLDENBURG Ein Lob für den Turniersieger gab es beim EWE Wintercup 2012 sogar von höchster Stelle. Werder-Profi Sebastian Prödl sagte am Ende des Fußball-Hallenturniers für E-Junioren sichtlich überzeugt: „Im Finale hat die bessere Mannschaft gewonnen.“ Wenngleich er einräumte, nur das Endspiel gesehen zu haben, bewies er damit seine Fachkenntnis. Denn über den berechtigten Titelgewinn des BV Garrel gab es am Sonntagnachmittag keine zwei Meinungen unter den 16 Teams in der EWE-Arena.

Zu den ersten Gratulanten gehörte Michael Rump, der Trainer des Finalgegners Eintracht Immenbeck. „Garrel war über den gesamten Tag gesehen die stärkste Mannschaft“, sagte er nach der 0:1-Niederlage seines Teams. In der Tat wusste der BVG, der im Qualifikations- und Endturnier jedes Spiel gewann und dabei nur zwei Gegentore kassierte, sowohl spielerisch als auch kämpferisch zu überzeugen. So war Garrels Trainer Markus Abeln überzeugt: „Man darf eigentlich nichts Negatives sagen, wenn man so durch die Runden gegangen ist.“ Dennoch sah er bei seinen Schützlingen Ansätze zur Verbesserung. „Wir können besser spielen, der Spielfluss kam nicht“, kommentierte er den Endspiel-Auftritt.

Nicht ganz so einfach verlief der Weg dahin für Immenbeck. Zweimal fiel die Entscheidung über den Einzug in die nächste Runde erst im Neunmeterschießen. Besonders spannend verlief das Halbfinale gegen TSV Abbehausen. Das Team aus der Wesermarsch egalisierte einen 0:2-Rückstand, ehe das Aus vom Neunmeterpunkt kam.

Über ein unglückliches Ausscheiden in der Vorrunde ärgerte sich dagegen der Trainer des VfL Stenum. „Wir haben drei Spiele dominiert und nur eins gewonnen“, erklärte Thomas Baake. „Es zählen eben nur die Tore und die haben wir versäumt zu machen.“ Trotz allem wusste er, dass das perfekt organisierte Turnier für seine Jungs „etwas Besonderes“ gewesen sei.

Diese Erfahrung wollte sich auch Lasse Bunjes nicht entgehen lassen. Der Elfjährige hütete trotz einer Knochenabsplitterung im Finger für den TuS Dangastermoor das Tor. Mit einer Schiene sei es medizinisch unbedenklich, erklärte sein Vater Gerd Bunjes. Allein genutzt hat es seinem Team nicht: Obwohl Lasse zu überzeugen wusste, schieden die Südfriesländer nach einem Sieg und zwei Niederlagen in der Vorrunde aus.

Letztlich stand in den fairen Begegnungen der Spaß im Vordergrund. Das galt sogar für Sebastian Prödl. „Es ist witzig, sich an seine eigene Jugend zu erinnern“, sagte der Profi.

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