Bremen Geht es nach der SPD-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, werden der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Zukunft Kosten für die Polizei-Einsätze rund um die Spiele des Bundesligisten Werder Bremen in Rechnung gestellt. Das berichtet der „Weser-Kurier“ mit Bezug auf eine entsprechende Beschlussvorlage. Dies wäre ein Novum im deutschen Profifußball.

In dem Papier fordert die SPD-Fraktion den Bremer Senat auf, zu prüfen, wie Kostenbeiträge auch „gegen den Willen des Zahlungspflichtigen“ durchgesetzt werden könnten. Sollten dafür landesrechtliche Gesetzesänderungen notwendig sein, so sollten diese entworfen werden.

„Wir agieren nach dem Stand der Dinge und der lautet, dass es keine rechtliche Grundlage für eine Beteiligung der DFL an den Kosten des Polizeieinsatzes gibt“, sagte Werder Bremens Mediendirektor Tino Polster in einer ersten Reaktion: „Das ist verfassungsrechtlich gar nicht möglich.“ Die DFL lehnt eine Beteiligung seit Jahren ab.

Laut der SPD wurden in der Saison 2012/2013 in Bremen 45 328 Polizeidienststunden zur Sicherung von Bundesligaspielen aufgewendet. Die Kosten in der vergangenen Spielzeit betrugen rund 2,8 Millionen Euro.

Wegen der „prekären Haushaltslage“ und der „Mehrarbeitsbelastung der Polizistinnen und Polizisten“ fordert die SPD „eine abschließende Klärung, ob und wie die Kosten für kommerziell veranlasste Polizeieinsätze zu erstatten sind, auch wenn andere Ligastandorte von einer entsprechenden Kostenerstattung weiter absehen“.

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