Braunschweig Bitterer Mittwochabend für die Fußballer des VfB Oldenburg: Die Mannschaft von Trainer Stephan Ehlers verlor am Mittwochabend nicht nur das Regionalliga-Duell bei Eintracht Braunschweig II mit 0:1 (0:0), sondern musste auch den Ausfall des gerade wieder erstarkten Torjägers Kifuta Kiala Makangu verkraften.

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Damit nicht genug: In Daniel Franziskus und Ahmet Saglam sind zwei Akteure für das ganz wichtige Duell beim Abstiegskampf-Konkurrenten Eutin 08 am Samstag (15 Uhr) gesperrt. Saglam sah in Braunschweig Gelb-Rot (56. Minute), Franziskus muss nach der fünften Gelben Karte ein Spiel aussetzen.

Der Platzverweis war auch der Knackpunkt, meinte Ehlers: „Es lag ganz klar an der Gelb-Roten Karte. Da haben wir uns nicht clever angestellt.“

Ereignisarme Anfangsphase

Das Spiel auf dem Nebenplatz 1 des Eintracht-Stadions in Braunschweig begann vor 158 Zuschauern ereignisarm. In der 2. Minute startete der VfB einen Angriff über Pascal Richter und Kifuta, doch die Gastgeber konnten diesen schnell unterbinden. Anschließend plätscherte die Partie im Mittelfeld vor sich hin. Erst nach einer Viertelstunde brachten die Braunschweiger die erste Flanke vor das Oldenburger Tor, aber Deniz Undav konnte den Ball mit dem Kopf nicht in Richtung Tor bringen.

Nachdem weiter nicht viel passierte, wurde es Muhittin Bastürk zu bunt: Der Mittelfeldspieler zog aus 30 Metern ab, gerade noch so verhinderte Eintracht-Keeper Yannick Bangsow die Oldenburger Führung. Das weckte die Gastgeber scheinbar auf. Nur vier Minuten später stand Undav frei vor dem VfB-Gehäuse, doch sein Versuch traf nur den Pfosten. Wenig später verfehlte Braunschweigs Quentin Fouley mit einem Schuss aus der Distanz das VfB-Tor.

Kifuta muss verletzt raus

In der 38. Minute dann der Schock: Kifuta musste ausgewechselt werden, er hatte sich schon zuvor an den Oberschenkel gefasst. Ehlers gab jedoch Entwarnung: „Nichts mit dem Knie. Wohl eine Zerrung im Oberschenkel.“ Für ihn kam Leon Lingerski, der kurz vor dem Pausenpfiff noch Ibrahim Temin per Flanke bediente, dessen Kopfball aber am Tor vorbeisegelte.

Nach dem Seitenwechsel brachen Lingerski und Thorsten Tönnies auf der linken Seite durch, doch Braunschweigs Torwart fängt den Ball vor dem heraneilenden Temin ab.

Viele Möglichkeiten in Schlussphase

Die letzten 35 Minuten musste der VfB dann zu zehnt überstehen, nachdem Saglam wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte gezeigt bekam. Von knapp 50 VfB-Fans angefeuert schalteten die Oldenburger in den Angriffsmodus, Temin scheiterte jedoch an Bangsow und Franziskus schoss den Ball knapp vorbei.

Dann aber übernahm Braunschweig das Ruder. Eine Möglichkeit von Fouley (68.) entschärfte VfB-Schlussmann Hrovje Bukovski noch, in der 74. Minute aber erzielt Undav per Kopfball nach einer Ecke das 1:0 für Braunschweig.

Jetzt drehten beide Teams auf. Lingerski (75.) schoss und Frederik Lach (77.) köpfte knapp am Ausgleich vorbei, aber auch Braunschweig verpasste das 2:0. Stattdessen handelte sich Eintrachts Leon Bürger ebenfalls eine Gelb-Rote Karte ein. In den letzten zehn Minuten hieß es 10 gegen 10.

„Unnötig und überflüssig“

Kapitän Tönnies versuchte es noch zweimal, doch schoss zunächst daneben und mit der letzten Aktion des Spiels in Bangsows Arme. Es blieb beim 0:1 aus Oldenburger Sicht.

„Das war einfach unnötig und überflüssig“, resümierte Ehlers, „heute hätte man auf jeden Fall einen Punkt mitnehmen müssen.“

VfB Oldenburg: Bukovski – Lach, Siala, Franziskus, Kifuta (38. Lingerski), Aug, Richter, Temin (85. Lück), Tönnies, Saglam, Bastürk.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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