Wesermarsch Die Fußball-Abteilung des SV Brake ist auf der Suche nach einem Trainer des Bezirksliga-Teams fündig geworden – in Jaderberg. Der 37-jährige Stefan Jasper tritt die Nachfolge Mario Lücks an, der Ende September zurückgetreten war. Das teilte Brakes Fußball-Vorstand Lars Bechstein am Donnerstag mit. Jasper wird die Mannschaft auf das Auswärtsspiel am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den SV  Baris Delmenhorst vorbereiten. Interimstrainer Loay Mohammed wird den SVB auf eigenen Wunsch verlassen.

Der neue Braker Coach trainierte bis zum Sommer dieses Jahres den VfL Bad Zwischenahn. Er etablierte die Ammerländer in der Kreisliga. Er hatte sich dazu entschlossen, den Club zu verlassen, weil nach seinen Worten die Zeit für Veränderungen reif gewesen sei – für ihn und das Team. Ursprünglich habe er ein Jahr pausieren wollen, sagt Jasper. „Aber ich habe mich gut erholt.“

Seine lange Amtszeit beim VfL war laut Bechstein einer der ausschlaggebenden Gründe, warum sich der SV Brake für Jasper entschieden hat. „Wir haben einen Trainer gesucht, mit dem wir langfristig zusammenarbeiten wollen“, sagt Bechstein. „Es hat uns imponiert, was er in Bad Zwischenahn alles erlebt und aufgebaut hat.“ Jasper sei ein Trainer, der schon in jungen Jahren auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen könne und sich immer wieder neu erfinde.

Lob für Oberegger

Bechstein glaubt, dass der neue Trainer ein großer Gewinn für den SV Brake ist: Der Inhaber der B-Lizenz sei kompetent und kommunikativ. „Er passt zu jungen Spielern“, sagt Bechstein, der die entscheidende Rolle des Teammanagers Peter Oberegger bei der Trainersuche hervorhebt. „Er war aktiv am Markt und hat gefiltert. Das war schon stark.“

Jasper betont, dass die Gespräche mit Oberegger und Bechstein sowie das Potenzial des Braker Teams die wichtigsten Gründe gewesen seien, warum er zugesagt habe. Die Aufgabe sei reizvoll. „Die Mannschaft ist sehr entwicklungsfähig. Ich kann sie auf einer guten Basis abholen und möchte sie voranbringen.“ Dazu müssten sich Trainer und Team aber zunächst mal kennenlernen.

Brakes Fußballer stehen vor intensiven Tagen. Am Sonntag geht’s zu Baris. Am Donnerstag kommender Woche spielt der SVB bei Tur Abdin Delmenhorst, ehe am darauf folgenden Sonntag das Heimspiel gegen Rastede steigt. „Das ist eine schwierige Situation, aber wir nehmen sie an“, sagt Jasper. Er will sich zunächst auf das Wesentliche konzentrieren. „Es macht keinen Sinn, alles über den Haufen zu werfen. Es geht darum, Akzente zu setzen.“

Verdiente Niederlage

Jasper, der auch als Referent in der Trainerfortbildung tätig ist, wird ein Team trainieren, das in der Tabelle an elfter Stelle steht. Am vergangenen Spieltag setzte es eine verdiente 1:3-Niederlage gegen das Schlusslicht SV Ofenerdiek.

Der SVB hatte sämtlichen Mut für ein kreatives Angriffsspiel vermissen lassen. Die Bälle wurden oft im Mittelfeld ohne Raumgewinn hin und her geschoben. Ofenerdiek hatte keine Mühe, die Räume immer wieder eng zu stellen.

Sezgin Tavan erlebte dabei sein persönliches Waterloo: Zur Halbzeit für Philipp Winkler eingesetzt, musste er nach gut 75 Minuten für Normen Preuß wieder vom Feld. „Das tut mir und dem Spieler weh, aber ich musste im Sinne der Mannschaft offensiver agieren“, begründete Interimscoach Mohammed die Maßnahme.

Die Stürmer Ilhan Tasyer und Jan Speer zogen gegen Ofenerdiek im Dribbling stets ins Zentrum. Gefährliches Flügelspiel sieht anders aus. Zudem wurden die Stürmer auf den Außenpositionen nicht hinterlaufen. Einen Doppelpass in Bedrängnis gab es gegen den SVO gar nicht zu sehen.

Aber auch der Gegner am Sonntag hat Sorgen. Baris verlor zuletzt beim TuS Heidkrug mit 2:4, obwohl das Team zur Pause jedoch noch mit 2:1 geführt hatte. Trainer Önder Caki bekommt die Defensivprobleme seiner Mannschaft nicht in den Griff. Seine Elf kassierte immerhin bereits 32 Gegentore.

Brake hat sich sogar noch einen Treffer mehr eingefangen. Gegen Ofenerdiek müsste der SVB wieder zwei Gegentore nach Standardsituationen hinnehmen.

Die Teams haben noch eine weitere Gemeinsamkeit: In beiden Mannschaften steht jeweils ein waschechter Torjäger. Brakes Miklas Kunst hat schon zwölf Tore erzielen können. Baris-Stümrer Mikael-Cihan Blümel steht bei neun Toren. Nach Ablauf seiner Sperre wird Kunsts Sturmpartner Dominik Schwarting gegen Baris in den Kader zurückkehren.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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