Madrid (dpa) - Im Betrugsprozess gegen Fußballstar Neymar hat der Privatkläger eine sechsjährige Haftstrafe für den Profi von Paris Saint-Germain gefordert.

Aufgrund dieser Forderung leitete der bisher zuständige Richter an der Zentralkammer des Nationalen Staatsgerichtshofes in Madrid den Fall an die Strafkammer weiter. Ein Justizsprecher bestätigte auf Anfrage entsprechende Berichte spanischer Medien. Die Zentralkammer sei nur für Prozesse mit Forderungen von bis zu fünf Jahren zuständig, hieß es.

Im Fall geht es um eine Klage des brasilianischen Investitions-Fonds DIS in Zusammenhang mit dem Wechsel des Brasilianers vom FC Santos zum FC Barcelona im Sommer 2013. DIS hielt Anteile von 40 Prozent am Spieler und sieht sich betrogen. Der Fonds behauptet, er habe lediglich 40 Prozent der "offiziellen" Ablösesumme von 17,1 Millionen Euro erhalten. Nach den Ermittlungen sollen für den Wechsel aber mindestens 83 Millionen Euro geflossen sein.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Nationale Staatsgerichtshof die Eröffnung der mündlichen Verhandlung angeordnet. Einen Termin dafür gibt es noch nicht. Die Staatsanwaltschaft fordert für Neymar zwei Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro. Neben Neymar müssen auch die Eltern des 26 Jahre alten Stürmers, die beiden verwickelten Vereine sowie Barcelona-Clubboss Josep Bartomeu und auch dessen Vorgänger Sandro Rosell auf die Anklagebank.

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