Bellinzona Einen Tag nach dem Auftakt des Sommermärchen-Prozesses in Bellinzona hat der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger mit seiner Kritik an der Schweizer Justiz nachgelegt. Mit der Bemerkung von Richterin Sylvia Frei, Zwanziger habe am Montag „unentschuldigt“ gefehlt, mache sich das „Bundesstrafgericht endgültig zum Büttel einer völlig zu Recht in die Kritik geratenen Bundesanwaltschaft“, teilte Zwanzigers Anwalt Hans-Jörg Metz in einer ausführlichen Medienmitteilung mit. Der Jurist kündigte eine Strafanzeige „gegen die Vorsitzende Richterin und gegebenenfalls die übrigen Mitglieder des Spruchkörpers“ an.

Das Gericht sei frühzeitig über die gesundheitlichen Folgen einer „umfangreichen Operation“ in der Augenklinik Frankfurt informiert worden. Zwanziger sei in der Folge bescheinigt worden, dass er „in einem unabsehbaren Zeitraum“ nicht reisen dürfe.

Zwanziger (74) war der Verhandlung wie die ebenfalls angeklagten früheren DFB-Funktionäre Wolfgang Niersbach (69) und Horst Schmidt (78) ferngeblieben. Die drei sind für Mittwoch (11. März) erneut vorgeladen. Die Funktionäre sollen laut Anklage im Jahr 2005 eine Zahlung von 6,7 Millionen Euro an den Fußball-Weltverband als Beitrag für eine Gala verschleiert haben.

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