Bellinzona Die Aussetzung des Sommermärchen-Prozesses in der Schweiz ist wegen der Corona-Krise bis mindestens zum kommenden Montag verlängert worden. Da an diesem Tag die Verjährung der im Zusammenhang einer dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro aus dem Jahr 2005 erhobenen Betrugsvorwürfe eintritt, wird das Verfahren gegen die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie den früheren DFB-Generalsekretär Horst Schmidt und Ex-Fifa-Generalsekretär Urs Linsi vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona wohl ohne Urteil enden.

Zwanziger (74), Schmidt (78) und Linsi (70) sind wegen Betruges, Niersbach (69) wegen Gehilfenschaft zum Betrug angeklagt. Im Kern geht es um eine Überweisung des Deutschen Fußball-Bundes im April 2005 in Höhe von 6,7 Millionen Euro über die Fifa an den inzwischen gestorbenen Unternehmer Robert Louis-Dreyfus. Das Geld wurde als Beitrag für eine Gala zur WM 2006 deklariert, die nie stattfand.

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