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Oldenburg Über das große Thema, die mögliche Trennung von Thomas Tuchel, hat Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auch in der Universität Oldenburg am Donnerstagabend keine neuen Informationen preisgeben wollen. Auf die Frage nach der Zukunft des BVB-Trainers meinte er lächelnd, er werde nichts dazu sagen. Bei einer zuvor geführten Diskussion mit den Studenten, ob Vereine Trainer generell zu schnell verschleißen, erklärte Watzke (57) jedoch: „Trainer sind im Profi-Fußball eine Ich-AG. Jeder verdient Millionen.“ Es könne passieren, dass auch mal ein Coach entlassen werde. „Dann kassiert er dafür eine Abfindung. Außerdem hat er ein halbes Jahr später einen neuen Verein.“ Das müssten die Trainer aushalten. Trotzdem zahle sich Kontinuität meist aus. Der beste Fußballlehrer sei für ihn der Ex-Dortmunder Jürgen Klopp.

Watzkes Vortrag „Fußball verbindet?! – Die gesellschaftliche Rolle der Bundesliga“ war der Auftakt zur Veranstaltungsreihe „in medias res“ und wurde vom Studierendenverbund RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) initiiert. Das CDU-Mitglied Watzke war auf Einladung des RCDS nach Oldenburg gekommen und zeigte sich sehr diskussionsfreudig. Die Studenten erhalten im Zuge der Vorträge die Möglichkeit, mit Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft zu diskutieren.

Und diese nahmen die interessierten Gäste im proppevollen Hörsaal sehr gut an. Knapp 350 vorwiegend junge Fußballinteressierte diskutierten mit Watzke zum Beispiel über die Entwicklung des Fußballs, die Vorbildfunktion von Profis oder den Markt in Asien, den Bundesliga-Vereine nutzen müssten.

Auf der anderen Seite kritisierte der Dortmunder Geschäftsführer die Kommerzialisierung in England: „In die Stadien gehen dort nur noch reiche Leute, denn der Rest kann sich das Ticket nicht mehr leisten.“ Die Clubs seien gekennzeichnet durch Investoren, die mit dem Verein vor allem Profit machen würden.

Gleichzeitig nahm er die neue Regelung in der Bundesliga in Schutz, dass ab der nächsten Saison auch Montagsspiele ausgetragen werden: Das seien lediglich fünf Partien. Und die Europa-League-Teilnehmer würden davon profitieren, da sie nicht so schnell wieder spielen müssten.