KAMPE Das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit feiern am heutigen Dienstag die Eheleute Johannes und Veronika Marks aus Kampe. Den Bund fürs Leben schlossen die Eheleute heute vor 60 Jahren am 5. August 1948 in der katholischen Kirche Elisabethfehn.

Nach der Hochzeit wohnte das Paar zunächst bei den Brauteltern. 1949 wurde Tochter Edeltraut geboren. In Kampe baute sich das junge Paar 1952 ein Haus. Johannes Marks wurde am 17. November 1925 in Elisabethfehn-Ost geboren. Hier besuchte er auch die Schule und arbeitete danach zunächst auf dem elterlichen Hof. Als 16-Jähriger wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen. Mit 17 Jahren wurde er 1943 Soldat und geriet 1944 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im August 1946 entlassen wurde. Wieder in der Heimat ergriff er den Beruf des Maurers.

Das große Hobby des Jubilars ist der Fußball. Die Weichen dazu wurden während seiner Gefangenschaft gestellt. Hier lernte er die Schalker Fußballlegenden Fritz Szepan und Ernst Kuzorra kennen, die ihm als einen der jüngsten im Lager dazu „verdonnerten“, als Schiedsrichter die Fußballspiele der Gefangenen zu pfeifen. Wieder zu Hause, blieb Marks dem Fußball treu. Er gründete noch im selben Jahr mit einigen Freunden den BSV Viktoria Reekenfeld. Als Vorstandsmitglied, Spieler und Jugendbetreuer war er hier bis 1959 aktiv.

1959, Marks war längst Kamper geworden, wurde unter seiner Federführung in Kampe der Sportverein gegründet. Von nun an war der SV Kampe seine Fußballheimat. In Kampe war Marks von Anfang an im Vorstand tätig. Zwölf Jahre führte er als Vorsitzender den Verein, heute ist er noch mit 82 Jahren als Schiedsrichterobmann im Vorstand tätig. Mit der Gründung des SV Kampe begann seine große Schiedsrichterkarriere, nachdem er die entsprechende Prüfung abgelegt hatte. Von den Jugendklassen bis zur Bezirksklasse und damit weit über die Grenzen des Kreises hinaus hat Marks für Fairplay auf den Fußballfeldern gesorgt. In seiner 47-jährigen Schiedsrichter- Laufbahn hat der Jubilar mehr als 3000 Fußballspiele geleitet und ganze Fußballgenerationen kennen gelernt. Vor einem Jahr hat der Arzt dem damals 81-jährigen Jubilar aus Gesundheitsgründen die Anstrengungen auf dem Fußballfeld untersagt. Zu seinen Hobbys gehören heute neben Fußball die Gartenarbeit sowie die Politik.

Veronika Marks, geb. Meyer, erblickte am 28. Februar 1925 ebenfalls in Elisabethfehn das Licht der Welt. Nach dem Schulbesuch war sie bis zur Hochzeit im Krankenhaus Barßel in der Hauswirtschaft tätig.

Ende der 50er-Jahre wurde sie Mitarbeiterin der AEG und war hier bis zur Rente 1987 beschäftigt. Handarbeit und Gartenarbeit sowie Radtouren gehörten bis vor gut einem Jahr zu ihren Hobbys, die sie heute nicht mehr frönen kann. Trotz ihrer beruflichen Tätigkeit war sie als Mutter und Hausfrau stets der Mittelpunkt der Familie und versorgte stets den Haushalt.

Heute lebt das Paar mit Tochter Edeltraut und deren Ehemann in Hausgemeinschaft. Das Lesen der Tageszeitung und die Nachrichtensendungen im Fernsehen gehören für beide zum Lebensrhythmus wie der Klönschnack mit Freunden und Bekannten. Zum Jubiläum gratulieren neben der Tochter und dem Schwiegersohn zwei Enkel und zwei Urenkel, Verwandte, Freunde, Bekannte und Nachbarn.

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