Schwaneburgermoor „Küstenkanalbrücke Schwaneburgermoor“ – Solch eine Beschilderung wünscht sich Anneliese de Buhr an der Brücke, die die Schwaneburger Straße über den Kanal an die B 401 führt. Wer nämlich um die geschichtliche Entwicklung von Schwaneburgermoor wisse, könne sicherlich verstehen, dass ein Brückenschild „Küstenkanalbrücke Schwaneburgermoor“ für den Friesoyther Ortsteil von sehr großer Bedeutung sei. „Es wäre auch eine Anerkennung unserer gelebten Dorfgemeinschaft hier in Schwaneburgermoor“, sagt de Buhr.

Dabei war Schwaneburgermoor bis zur Gebietsreform 1974 das einzige Kanaldorf in Friesoythe. „Es wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch den Kanalbau in der Moorlandschaft erweckt“, so de Buhr, die im Folgenden genauer auf die Geschichte ihrer Heimat eingeht.

Im Jahr 1873 war Baubeginn des Friesoyther Kanals von Friesoythe durch das Schwaneburger Moor bis nach Kamperfehn. Der Friesoyther Kanal mündete dort in den Hunte-Ems-Kanal. Dadurch entstand seit 1880 eine direkte Verbindung auf dem Wasserweg von Friesoythe über den Hunte-Ems-Kanal bis zur Ems. Es entwickelte sich ein Reihendorf beidseitig des Friesoyther Kanals und der Wieke.

Im Jahre 1926 wurde der Hunte-Ems-Kanal, später Küstenkanal, bis Kampe fertiggestellt. 1928 wurde der Kanal von Kampe bis Schwaneburgermoor einschließlich eines großen Wendebeckens in Schwaneburgermoor ausgebaut. 1928 wurde die Brücke fertiggestellt und bis 1935 der Küstenkanals bis nach Dörpen gebaut. Für Schwaneburgermoor bedeutete der Ausbau des Küstenkanals die Teilung des Dorfes.

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Anneliese de Buhr hat die Idee der Beschilderung auch schon der Stadt vorgestellt. Im Zuge der Dorfentwicklung „Kanaldörfer“, wozu Schwaneburgermoor derzeit nicht zählt, schlug de Buhr vor, an allen Brücken der Kanaldörfer Schilder aufzustellen.

Bürgermeister Sven Stratmann findet die Idee gut, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion sagte. Außerdem wolle man versuchen, Schwaneburgermoor nachträglich in die Dorfregion „Kanaldörfer“ aufzunehmen. Bislang sind Kamperfehn, Kampe, Ahrensdorf, Heinfelde und Edewechterdamm zusammengefasst. Derzeit entwickeln die Bürger Ideen, wie man das Gebiet entlang des Kanal attraktiver gestalten kann.

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