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Friesoythe Alkoholiker sind chronisch krank. Betroffene sind nicht heilbar. Aber therapierbar. Man kann lernen, mit dieser Krankheit umzugehen. Wilfried Witting und Helmut Eilers wissen das genau, denn sie selbst sind Alkoholiker. Und beide haben es sich zur Aufgabe gemacht, anderen dabei zu helfen, vom Alkohol oder von Medikamenten wegzukommen.

Wilfried Witting aus Friesoythe ist seit neun Jahren trocken, Helmut Eilers aus Bösel seit mittlerweile 18 Jahren. Sie leiten die Suchtselbsthilfegruppe St. Vitus Altenoythe. Lange Jahre war das Hilfsangebot unter dem Dachverband Kreuzbund organisiert. Seit Anfang diesen Jahres steht die Gruppe auf eigenen Beinen. „Vieles ist im Wandel. Auch in der Selbsthilfe. Wir möchten einfach einen Neuanfang starten“, begründet Eilers diesen Schritt. Und Witting ergänzt: „Wir möchten uns etwas professioneller auf die Beine stellen. Die Selbstständigkeit verschafft uns mehr Freiheiten.“

Zu diesem Schritt passt auch das Jahresmotto der Suchtselbsthilfegruppe. Dieses lautet „Alte Zöpfe abschneiden“. Dieses Motto beinhalte vor allem, dass die regelmäßigen Treffen anders gestaltet werden sollen als sonst. Unterstützt werden sie dabei unter anderem von Rita Otten von der Kontaktstelle Selbsthilfe in Cloppenburg.

„Es hilft, wenn man sich einmal in der Woche intensiv mit seiner Krankheit auseinandersetzt. Noch mehr hilft es, wenn man dies mit Menschen macht, die das gleiche Problem haben“, sagt Witting und ermuntert alle Betroffene, sich der Gruppe anzuschließen (siehe auch Info-Kasten). Der Altenoyther Gruppe ist es dabei sehr wichtig, dass auch Angehörige mit eingebunden werden. Und ganz wichtig: „Verschwiegenheit ist selbstverständlich. Die Treffen finden quasi unter einer Käseglocke statt. Nichts dringt nach draußen“, so Eilers.

Gleichzeitig möchte sich die Gruppe aber nicht verstecken. Jeder Teilnehmer kann sich bei Aktionen einbringen, wenn er denn möchte. So wird in diesem Jahr in Wittings Garten ein Konzert zugunsten von „Flugkraft“ stattfinden. Außerdem werden Eilers und Witting im Rahmen einer Projektwoche die Achtklässler des Schulzentrums Saterland besuchen und von ihrer Krankheit erzählen.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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