Friesoythe Die etwa 100 Jugendlichen und ihre Geschichtslehrer waren mucksmäuschenstill, als sie dem Vortrag von Alwin Meyer lauschten. Der Cloppenburger erzählte den Zehntklässlern der Realschule Friesoythe von den Kindern von Auschwitz.

Meyer, der sich seit Jahrzehnten mit dem Schicksal der im Konzentrationslager Auschwitz inhaftierten Kinder auseinandersetzt, freute sich über das Interesse der Jugendlichen. Er sagte ihnen, dass sie natürlich keine Schuld an den Verbrechen der Nazi-Zeit tragen würden. Wohl aber sei jede Generation in Deutschland dafür verantwortlich, dass diese Verbrechen niemals vergessen und sich somit niemals wiederholen werden dürften.

1972 begann Alwin Meyer seine weltweite Suche nach den „Kindern von Auschwitz“. Von den rund 232 000 nach Auschwitz verschleppten Kinder zwischen dem ersten und 17. Lebensjahr haben nur knapp 700 überlebt. Inzwischen hat der 67-Jährige 80 Personen gefunden, die im Kindesalter in Auschwitz gefangen waren. Mit 45 von ihnen hat er über diese Zeit gesprochen. Und so konnte er den Friesoyther Schülern auf eindrucksvolle Weise von vielen Schicksalen berichten.

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