Friesoythe Als feststand, dass die Stadt Friesoythe den Standort des städtischen Bauhofes an der Sedelsberger Straße aufgeben würde, gab es gleich mehrere Gruppierungen, die an einer Nachnutzung interessiert waren. Neben dem Deutschen Roten Kreuz und der DLRG hatten auch die Freiwillige Feuerwehr und die Stadtjugendpflege Bedarf nach mehr Räumlichkeiten angekündigt. Der Flüchtlingsstrom machte dann allen Institutionen einen Strich durch ihre Planungen.

Hunderte Asylsuchende mussten innerhalb kürzester Zeit im Stadtgebiet untergebracht werden. Wie viele noch dazu kommen würden, war unklar. Der Rat der Stadt Friesoythe entschied sich daher, das ehemalige Bauhof-Gebäude zu einer Flüchtlingsunterkunft mit 25 Plätzen umzubauen. So wird die Immobilie derzeit auch genutzt.

Der Strom an Flüchtlingen hat seit einigen Monaten an Intensität deutlich abgenommen. Dies nahm CDU-Fraktionschef Achim Pleis auf der Ratssitzung am Mittwochabend zum Anlass, mal bei der Stadtverwaltung nachzufragen, ob denn der ehemalige Bauhof noch zur Unterbringung von Flüchtlingen benötigt werde oder ob auch ein Rückbau möglich wäre.

Eine Rückabwicklung wäre eine kostspielige Angelegenheit, da die Gelder für den Umbau vom Landkreis kämen, sagte Bürgermeister Sven Stratmann. Und die Zahlungen seien an feste Laufzeiten gebunden. „Außerdem brauchen wir Reserven“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf die derzeitige Situation im syrischen Aleppo. Zwar sei die Balkanroute für Flüchtlinge gesperrt worden, aber es sei ja nicht ausgeschlossen, dass sich die Hilfesuchenden andere Wege suchen würden.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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