Friesoythe Hermann Rolf-Wittlake (56) hat dieser Tage viel zu tun. Nur noch wenige Wochen bis zum 25. Mai, der Stichtag für den Wahlorganisator bei der Stadt Friesoythe. Neben seinem Schreibtisch steht ein großer Stapel mit Anträgen für die Briefwahl. „Die Briefwähler haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen“, sagt Rolf-Wittlake. Rund 200 Anträge waren bereits am Montag eingegangen. „Die Briefwahl läuft stark an.“ Briefwahlunterlagen können auch über die Homepage der Stadt beantragt werden.

Seit Mittwoch haben die Friesoyther die Gelegenheit, ihre Stimmen bereits direkt im Rathaus zu den regulären Öffnungszeiten abzugeben. Dafür ist ein Wahlraum eingerichtet worden, in dem zwei Mitarbeiter sitzen. Auch dort herrscht bereits reges Treiben. Die Europawahl, die Landrats- und die Bürgermeisterwahl, die alle drei am 25. Mai stattfinden, bewegt buchstäblich die Massen.

Wahlberechtigt für die Europawahl sind in der Stadt Friesoythe 15 898 Menschen, 17 167 sind es für die Landratswahl und 17 116 für die Bürgermeisterwahl. Die Differenzen in den Zahlen ergeben sich zum einen dadurch, dass bei der Europawahl das Wahlalter auf 18 Jahre festgelegt ist, bei der Bürgermeister- und der Landratswahl auf 16 Jahre. Zum anderen müssen für die Bürgermeisterwahl die Wähler mindestens drei Monate vor der Wahl in der Stadt Friesoythe gewohnt haben. Wenn diese Wähler innerhalb der drei Monate innerhalb des Landkreises nach Friesoythe gezogen sind, sind sie zwar für die Landratswahl wahlberechtigt, nicht aber für die Bürgermeisterwahl in Friesoythe.

Noch lagern im Keller des Rathauses insgesamt 50 800 Stimmzettel für die drei parallel laufenden Wahlen. Die werden am Wahltag auf die 21 Wahllokale im Stadtgebiet verteilt. Veränderungen gibt es nur in zwei Lokalen: Neu hinzugekommen ist in der Stadt für das Burghotel das Forum am Hansaplatz. In Altenoythe wird nicht mehr in der Gaststätte Dumstorff gewählt, sondern in der Heinrich-von Oytha-Schule.

Angeschrieben hatte die Stadtverwaltung auch 800 EU-Bürger – in der jeweiligen Landessprache, damit diese sich in das Wählerverzeichnis eintragen lassen können. Die Resonanz sei aber ernüchternd, so Rolf-Wittlake. Lediglich neun Menschen hätten sich eintragen lassen. Das Wählerverzeichnis sei nun im Rathaus ausgelegt und könne eingesehen werden.

In den 21 Wahllokalen werden am 25. Mai wieder jeweils sieben Wahlhelfer im Einsatz sein, hinzu kommt der Briefwahlvorstand, der im Rathaus die Briefwahlunterlagen auszählen wird. Die Stimmzettel für die Europawahl werden beim Kreiswahlleiter im Kreishaus in Cloppenburg ausgezählt.

Bevor dieses Ergebnis nicht vorliegt, werden auch die Ergebnisse der Landratswahl und der Bürgermeisterwahl nicht bekannt gegeben. Für die fünf Kandidaten zur Bürgermeisterwahl könnte das eine lange Wahlnacht bedeuten.

Lob zollt Rolf-Wittlake bereits den Wahlhelfern in Thüle: Dort wird am 25. Mai auch das Schützenfest gefeiert. „Die Wahlhelfer dort haben sich sofort gemeinsam bereit erklärt, wieder zu helfen.“ Die Suche nach Wahlhelfern im Stadtgebiet sei so gut wie abgeschlossen, sagt Rolf-Wittlake. Falls jemand erkrankt, gibt es eine Liste mit möglichen Nachrückern.

Während die meisten Friesoyther der Bürgermeister- und der Landratswahl entgegenfiebern, ist die Europawahl für André Schäfer aus Friesoythe spannender: Er tritt als einziger Vertreter aus dem Nordkreis bei der Europawahl an: für die Familienpartei, mit dem Listenplatz 9.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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