Zetel „Ein Prinz steht ja nicht an jeder Hausecke“, sagt Eka Gödjen, geb. Mester. Doch als sie vor mehr als 60 Jahren als Verkäuferin in einer Drogerie in Brake arbeitete, betrat ihr Prinz das Geschäft: Der Maurer Georg Gödjen sollte in dem Laden Reparaturen vornehmen. Wer nun in den folgenden Tagen wen von der Arbeit abgehalten hat, ist nicht bekannt. Jedenfalls kamen sich die beiden näher und verliebten sich. An diesem Donnerstag feiert das Paar nun Diamantene Hochzeit.

Viele Liebesbriefe

„Telefonieren ging ja damals nicht so einfach“, erinnert sich Eka Gödjen. Deshalb haben sie stattdessen viele Liebesbriefe geschrieben, und wann immer es möglich war, fuhr Georg mit seinem Moped zu Eka. Georg kaufte ein Haus am Rande von Zetel und am 8. August 1959 wurde das Paar in der Zeteler St.-Martins-Kirche getraut. „Ihre Eltern hatten zwar Bedenken, das störte mich aber nicht. Und schließlich gaben sie doch ihre Zustimmung“, sagt Georg Gödjen. Er war damals 23 Jahre alt, und da Eka erst 18 war, mussten die Eltern einwilligen. Zwischen Standesamt und Kirche tätigten sie am 8. August 1959 auch ihre erste größere Anschaffung: Sie kauften ein Schlafzimmer bei Möbel Müller. Für weitere Einrichtungsgegenstände sorgten Familie und Nachbarn. „Von Opa gab es einen Stubenofen und einen Küchenherd, die Eltern brachten einen Küchenschrank und aus der Nachbarschaft wurden Tisch und Stühle herangetragen“, berichtet Georg Gödjen. Das junge Paar richtete sich gemütlich ein, Georg ging arbeiten und Eka kümmerte sich um Haus und Hof mit Gemüsegarten, Kleinvieh und zwei Schweinen.

1960 erblickte Tochter Margarete das Licht der Welt und zwei Jahre später Sohn Hans. 1962 bekam das Haus einen Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung und dann sparte das Paar genug Geld für eine Waschmaschine, die dann den Alltag erheblich erleichterte. Ein Auto schaffte sich die Familie erst 1975 an. Dann fuhren die beiden gerne ins Allgäu, den Harz oder nach Österreich. Georg Gödjen war jahrelang Mitglied im Boßel- und Schützenverein und vor allem mit seiner Harmonika in Deutschland, Österreich und Italien auf Reisen, um Menschen Freude zu bereiten.

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Rezept für lange Ehe

„62 Jahre war ich unterwegs, meistens wurde ich durch Mundpropaganda weiterempfohlen“, berichtet er. Seit zwölf Jahren ist er der Lokführer der kleinen Eisenbahn, die immer zu Pfingsten bei der Rutteler Mühle fährt. Der 83-Jährige war bis zum 63. Lebensjahr auf dem Bau. „Das war dann doch sehr anstrengend und deshalb war ich noch einige Jahre als Kraftfahrer tätig“, sagt er. Auch Eka ging, als die Kinder groß waren, wieder als Verkäuferin arbeiten.

Heute feiern Eka und Georg Gödjen Diamantene Hochzeit und freuen sich auf die Feier mit den Kindern, acht Enkeln und neun Urenkeln. Für die Zukunft wünschen sie sich, gesund zu bleiben und noch lange zusammen zu sein. „Wir hatten gute und schlechte Zeiten, klar gibt es auch mal Knatsch, aber dann raufen wir uns wieder zusammen“ – das ist ihr Rezept für eine lange und glückliche Ehe.

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