Zetel Die Junge Union Friesland lehnt ein Biosphärenreservat in der Gemeinde Zetel ab. Vergangene Woche wurde das Konzept des Biosphärenreservats im Planungsausschuss der Gemeinde Zetel vorgestellt und diskutiert. Die Junge Union (JU) sieht so ein Reservat aber kritisch, weil es die Gemeinde bei der weiteren Entwicklung in ihrem Handeln einschränke.

„Die Entwicklungszone des Biosphärenreservates wird auf zehn Jahre festgesetzt, bevor eine erneute Prüfung des Status stattfindet. Für diesen Zeitraum gelten verschärfte Auflagen und Folgen durch Gesetzesänderungen sind nicht absehbar“, schreiben die jungen Christdemokraten an den „Gemeinnützigen“. Die Nationalparkverwaltung habe als Träger öffentlicher Belange bereits jetzt Mitspracherechte. Bei einer Ausweitung hätte dies Einfluss auf die Erschließung von Gewerbe- und Neubaugebieten. „Hierdurch wird die Gemeindeentwicklung stark beeinträchtigt werden“, teilt die JU mit.

Gleichzeitig sei die Nationalparkverwaltung in Biosphärenreservaten befugt, landwirtschaftlich genutzte Flächen als besonders schützenswert einzustufen. „Damit ist eine konkurrenzfähige landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr gegeben und die Landwirte haben hier zu Recht Existenzängste“. „Die Aufgezeigte Möglichkeit von Herrn Südbeck (Leiter der Nationalparkverwaltung, Anm. d. Red.) Marktnischen als Ausgleich zu besetzen, ist nicht umsetzbar!“, so Felix Janßen, Vorsitzender der JU Friesland.

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„Nachhaltige Landschaftsentwicklung geht anders!“, meint Thilo Ging, Geschäftsführer der JU Friesland. „Unsere Landwirte haben seit Generationen diese Kulturlandschaft aufgebaut und schützen sie noch heute. Hierzu bedarf es keiner weiteren Regularien.“

Darüber hinaus seien bereits Projekte wie der Bienenlehrpfad oder Radwanderwege entlang der alten Bahntrassen entstanden – und das ohne Biosphärenreservat. Die JU lehnt so ein Reservat daher ab.

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